Bedenklich

Ich glaube, ich brauch wieder ein heimlicheres Weblog. In den Kommentaren auf den Posteingang hingewiesen zu werden, ist schon bedenklich genug. Um 9 Uhr früh angerufen zu werden, was denn los sei, der letzte Eintrag sei so traurig gewesen, ist deutlich zuviel. Um 9 Uhr früh angerufen zu werden, ist eigentlich sowieso zuviel. Von ebenfalls besorgten Emails ganz zu schweigen. Und obwohl das im letzten Beitrag zitierte Lied ein grundsätzlich trauriges ist, habe ich es gestern glücklich gemeint. Das liegt an dem Mann mit dem Dackel (wobei der Dackel wahrscheinlich längst nicht mehr unter den lebenden weilt), der gestern an der exakt gleichen Stelle wie vor 15 Jahren die exakt selbe Geschichte erzählt hat wie vor 15 Jahren. Sodass ich auf der Stelle kehrt machen musste. Und an der Frau mit den Büchern, die ihre Gäste auch heute noch vor den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums warnt, aber selbst offenbar nicht auf sich gehört hat. Sodass ich ebenfalls auf der Stelle kehrt machen musste. Und der Rest war ganz woanders, und dort war es auch nicht mühsam, bis auf diese seltsame Schlusszene, sondern eigentlich sehr nett. Und ich war sehr dankbar, also, dass es keinen Weg zurück gibt, zu den Männern mit den Dackeln und den Frauen mit den Büchern und auch nicht zu dem Journalisten mit dem unmöglichen Frauenbild, den ich in diesem anderen Lokal schon von außen entdeckt hatte, weshalb ich dort erst gar nicht hineingegangen bin und deshalb zum Glück auch kein drittes Mal auf der Stelle kehrt machen musste.

So, jetzt sind hoffentlich alle wieder beruhigt. Und ich such mir ein heimlicheres Weblog. Sobald ich meinen Mailberg abgearbeitet habe.

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