Blog-Schwäche

Ich sollte was zur Präsidentenwahl schreiben, dachte ich am Tag danach, und fing an, Links zu sammeln, die heute noch gut kommentiert und dennoch ungebloggt herumliegen. Ich sollte etwas zu diesem Frühling schreiben, zu den Miniaturlebenszeichen und den subtilen Veränderungen, dachte ich, und schaffte es doch nur, das eine oder andere Foto online zu stellen. Ich sollte zumindest eine Kleinigkeit über Frankfurt schreiben, dachte ich, aber als ich die Zeit dazu fand, war die Reise schon wieder viel zu weit weg. Ich sollte mal wieder etwas über mein Leben schreiben, dachte ich, und schrieb, und veröffentlichte nicht, denn irgendwie war es plötzlich viel zu nah. Ich sollte endlich wieder ein Gedicht schreiben, dachte ich, und schrieb, und veröffentlichte dann doch woanders. Ich sollte wenigstens die gesammelten Links bloggen, dachte ich, und ließ es erst wieder bleiben. Ich sollte wenigstens die RSS-,  Twitter- und Instagram-Favs weiterverteilen, dachte ich, aber – wen interessierts?

Vielleicht sollt ich mich selber und meine Meinung einfach wieder ein Haucherl wichtiger nehmen. Vielleicht klappts dann auch wieder mit dem Bloggen.

 

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This article was written by Andrea

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