Warum nur, warum?

172_haeuser_am_malecon
Was mach ich bloss mit diesem vollen Mond ohne ein Mikro vor meiner Nase?

show me your spirit

show me your pain

there’s something i’m missing

again and again

show me everything

you ever did

teach me something

you knew as a kid

(…everything…something…)

i wish i could touch you

like a lover would

i wish i could dream you

like a prophet would

(…right now…like a lover would…)

Die Bilder treten an die Stelle dessen, was abwesend ist – brauch ich für diese banale Erkenntnis wirklich einen Philosophieprofessor?

Empty Sky

ein voller mond

&

die musik stimmt

aber

kein grund zum heulen

das

verzeih ich mir nie


Wunderbare Sonnenbergwoche, aber als es sonntagt, sieht es draußen so aus:

Das macht die Heimkehr ein bisschen leichter, vielleicht. Vielleicht auch nicht. Nebelfinger greifen ins Tal, schleichen sich in Herz & Gemüt, auch im Vorbeifahren brummt nichts mehr rosa.

So, Kilometer um Kilometer zwischen Wassertropfen dahin unter Wolken voran. Erste Hochrechnungen zur deutschen Wahl. Überschlägt sich Radiosprecherstimme vor Spannung, fast. Ist mir aber heute auch egal, fast.

Fast übrigens wäre dieser Song der passende. Fast: Ohne diesen 9/11-Beigeschmack. Da möchte man den nebenbei-Absahner doch lieber in den Arsch treten. Äh.

Der perfekte Moment

303 kmh, erdwärts
die berge am horizont
verschwimmen im dunst
und nichts ist mehr
außer jetzt

arme ausbreiten: bremsen
und schirmzeit, schade:

aber immer noch strahlend.

abendnächtigens,
wir basteln uns
ein drumherum

da zirpen grillen
fliegen falter.

rotwein und käse,
kühl ist es, fast kalt

ein bisschen lesen noch &
letzte worte der passanten

dann schlafen & heute
war auch noch ein tag.

[Shhhh]

no words any more

i prefer silence.

no music:

it makes me think of you.

no longing any more

i’m far beyond that

no watching the signs

it’s way too pathetic

once upon a time

you wanted to

give me a present

i declined out of

foolish pride

no pride any more.

no declining.

and nobody is

touching my heart

leben nervt

(gedruckt veröffentlicht in: Lose Blätter)

immer alles wissen wollen

nervt und

alles wissen sollen

noch viel mehr und

fernsehen nervt und

das radio nervt

noch viel mehr und

kalte füsse nerven

ganz besonders und

lauwarme kartoffelsuppe

nervt unglaublich und

simple sachen machen

nervt, wenn sie nicht

simpel bleiben

und versprechen nerven

und versprecher noch

viel mehr und computer

nerven wenn sie nicht tun

was sie sollen aber oft auch

wenn sie es doch tun und

bildhauer im fernsehen nerven

und ernstnehmen nervt

unerträglich aber nicht

ernst nehmen noch

viel mehr und kalter

wind nervt und lesen

nervt und essen und

trinken und rauchen nervt

und warum immer

das erwartbare tun

das nervt unsäglich

aber spontan sein

ist so erwartbar

das nervt

links nervt und rechts

nervt erst recht und oben

nervt fast genau so

sehr wie unten

und tun nervt und

lassen nervt und

am allermeisten

nervt die

nerverei.

Back in Town…

…aber warum nur?

die wärme von havanna
noch auf der haut
und den sound
von santiago überall

tiefschlaf im flieger,
diesem wunderwerk der technik
nur 10 stunden zwischen
dort und hier.

warum schauen denn alle
so seltsam wenn meine finger
auf der neuen trommel klopfen
und wenn der sufi seinen
weissen hut zurechtrückt,
oh, sind wir schon daheim?

eigentlich sollten hier
als erstes bilder stehen,
aber irgendwer streikt
und unser gepäck
ist noch in paris.

so what. bald mehr.

erst mal wundern
warum es so still ist
hier

und so kalt

Love, and love again

So it’s love, and love again, she thinks
lying in the warm October sun
in the grass
multicolored birds flying around

Not just a fading memory, she thinks
I still love this fucked up world
with all the strange and stranger people in it

I love it all

She smiles, a little bit
ashamed of her happiness
in a time like this

But maybe, she thinks,
maybe, if a few more people
could feel what I feel
know what I know
maybe this world would be
better, more tender and
less violent, just maybe

she thinks

this world, these people, these skies
it’s love and love again, she thinks
and then it’s time to fly – again

Oktober Blues

Morgens, zum Bahnhof, durch
buntwerdende Grünlandschaft.
Am Himmel eine Andeutung von Blau
viel Weiß, bewegt.

Kalt ist es nicht, auch der Wind
kommt weich und wärmend.
Er fährt in die Büsche, die
Bäume und lädt die Blätter
in ihrem Festkleid zum Tanz.

Das Licht, Winterlicht
will nicht recht passen
zur Frühlingstemperatur
atmet Abschied und Tristesse

Der Sommer schickt eine
Einladung zum Chill-Out Morning.

hope

where to go and

with whom

and how fast

or how slow

departures

no arrivals

no tears, no smile

what the hell

people talking

people laughing

people talking

too much noise

can’t hear the music

of my own song

never look back

don’t look at all

just walk

don’t walk

walk

head full of nonsense,

shoulders hanging

thinking too much

never enough

words and sounds

too distant too near

need some air

back on sunday