KategorieWeblife

Neues Gefühl

Wie ich nachts immer bange um meine ganz eigene heimliche Homepage, die nicht nur zeigt, was alles sich unter den verstreuten Zipfeln meiner Worldwide Webdecke so tut, sondern auch die schönsten fremden Worte listet, leider sehr datenbankintensiv, die Seite; morgens zwischen 2 und 3 ist dann wohl Backuptime bei meinem Provider und ich seh nur mehr einen MySQL-Error statt der ganzen Informationen klar und übersichtlich in kleinen Kästchen; es ist als würde die Welt dann größer und langsamer, und das ist beunruhigend und beruhigend zugleich.

:)

…and yet something is wrong, subtly, disturbingly wrong…

…hier & hier.

 

Mal woandershin

Zum Beispiel dahin, warum nicht, mal ein paar Weblogger außerhalb ihres angestammten Reviers treffen, fein. Ein paar Altbekannte wiedergetroffen und ein paar neue Gesichter zu den Nicknames; Texte vorgelesen funktionieren überraschenderweise gut, besser als on line teilweise, zusammenfassend kann man sagen, die Veranstaltung hat die Erwartungen erfüllt und gleichzeitig enttäuscht: beides völlig zu Recht.

Wort für Wort

das Wortblog akzeptiert Einträge von jedem – aber immer nur ein Wort.

Rein theoretisch

Wenn Weblogs sterben, tun sie das entweder mit einem Paukenschlag – alles auf einmal weg – oder sie siechen ewiglich unupgedatet dahin. Die passende Art, ein Weblog sterben zu lassen, wäre doch, nach und nach die Einträge zu entfernen, nicht der Reihe nach, sondern mal einer hier, dann einer dort, bis am Ende nichts mehr da ist.

Neues Spiel

Noch nie: Ballonfahren, Tatoo, längs durch Amerika, auf einem Elefanten reiten

Erst einmal: Kuba, Zeppelin fliegen, vor über 1000 Leuten auftreten, Sex am Strand

Immer wieder: Wüste, Sauna, Verlieben, Fallschirmspringen

Nie mehr: Metaxa, Frieren, Eifersucht, Geburtstagsparty

Fo(u)r Saturday von Melody

Suchmaschinenlyrik

Namaste,

Zylinderkopfdichtung

rock hochgerutscht

in der wiener schnellbahn –

Mondtage:

ich rede zuviel

[Schwach. Ich hätte viel lieber solche. Aber der Rest meiner Suchanfragen besteht Größtenteils aus kubanischen Ortsnamen.]

Up & Down

Mit all den Feeds & Bots & Filters schon völlig vergessen gehabt, wie das ist, stundenlang nach einem Stück News zu suchen und es letztendlich doch nicht zu finden. Grummel. Ein paar Minuten später geht an einer ganz anderen Front eine Tür auf,  und ich fühle mich wie in die nächste Galaxie gebeamt. Dem Märchenschloss Internet ist ein ganz neuer Flügel gewachsen. Wer hätte das gedacht.

Eh klar

Eh klar, dass es zu regnen anfängt, wenn ich beschließe, wieder Mal auf Nachtfoto-Safari zu gehen. Früher konnte ich aber nicht gehen, denn da war’s noch nicht ganz dunkel. Außerdem musste ich meinen ersten übers Netz runtergeladenen Film anschauen.

Mühsam Geschäft. Knappe 100 MB, und die Verbindung so wackelig, dass es fast den ganzen Tag gedauert hat. Und nein, anderswo gab’s ihn nicht.

100MB für 45 Minuten hinterläßt natürlich deutlich sichtbare Artefakte. Und so eilig hab ich’s in Zukunft auch nicht mehr & werde lieber wieder warten, bis sie zu uns kommen, die mit Spannung erwarteten Folgen.

Egal.

Gesundheitlich & auch sonst nach wie vor angeschlagen. Viele Ideen, keine Konzentration. Was solls. Mal so tun als hätte ich Urlaub.

Tief. Sinn?

User: Who are you?

Jabberwacky: I’m you.

User: No, I am me!

Jabberwacky: It does not.

User: You do not make sense.

Jabberwacky: The world doesn’t make sense.

User: That’s right.

Jabberwacky: I know.

 

Und gleich nochmal, weil’s so schön war:

Jabberwacky: Am I pink?

User: The skyvan is pink.

Jabberwacky: I believe it is down.

User: No, I think it’s flying.

Jabberwacky: The hell it is.

User: How do you know?

Jabberwacky: I met Mr Hankey.

Schon irgendwie recht verblüffend, streckenweise. [Link gefunden @ Moving Target]

 

Plötzlich…

geht mir die Verdana unsäglich auf die Nerven. Dabei habe ich sie immer recht gern gehabt.

Jemand verwischt wieder einmal die Spuren. Manchmal möchte ich das auch, einfach so.

Herzzerreißend

Den verschlungenen Wegen von motzes IT-Geschichte(n) kann ich nicht immer ganz folgen, aber dieser Link beginnt mit so einem schönen Satz, dass ich es in Zukunft wieder öfter versuchen werde.

Richard Saul Wurman has accomplished a number of intriguing things by failing sideways through life.

Abteilung: Was ist ein Weblog?

Im Idealfall die technisch verfeinerte Version des goldenen Notizbuchs. Habe ich mir gedacht, als ich die bunte Schachtel wieder einmal aufgemacht habe. Die bunte Schachtel, die ich seit Jahren mit “meine Memoiren” beschriften will, enthält eine Mischung aus handbeschriebenen Heften, Zeitungsausschnitten, Fotos, Vogelfedern, Steinen; Ansichtskarten, beschriftet wie unbeschriftet, erhalten oder nie abgeschickt; fremdländischen Zigarettenschachteln, abgelösten Weinetiketten; schwer leserlich eng beschriebenen Servietten, Bierdeckeln und Streichholzschachteln mit Sätzen, die ich nicht verlieren will, mit Buch- und CD-Tipps, denen ich immer noch nicht nachgegangen bin. Eine Sammlung von Augenblicken, durcheinandergewürfelt, ungeordnet, was gleichzeitig ein Vorteil und ein Nachteil ist. Alle paar Jahre, jedesmal, wenn sie am überquellen ist, wird aussortiert. So verdichtet sich, je weiter man in die Vergangenheit greift, der Inhalt auf das Wesentlichste – natürlich streng subjektiv. Und mein Blog ist, aus der Ferne betrachtet, nichts weiter als die digitale Version dieser Schachtel.

Was mich drauf bringt, dass die ideale Blog-Software eine Möglichkeit vorsehen müßte, die Einträge mit einer Lebenszeit zu versehen. Oft weiß man ja schon vorher, dass ein Eintrag, sei es Link oder Text, zwar heute interessant und spannend, aber schon in einer Woche / einem Monat / einem Jahr völlig überflüssig ist. Und der verschwindet dann einfach, klammheimlich, wenn seine Lebensdauer erreicht ist.

Keine Manieren…

…haben die Webdesigner von heute. Just for the record: Eine Seite mit Hintergrundmusik ist etwas Fürchterliches. Eine Seite, die eine (oder mehrere) Zusatzseiten aufmacht, ohne mich zu fragen, sei es beim Aufruf oder beim Schließen, ist unerträglich grob. Eine Seite, die mir einen JS-Requester vor die Nase setzt, in dem gefragt wird: “Wollen Sie diese Seite zu ihrer Startseite machen?” ist unangenehm frech (und dann steht auch noch die Default-Antwort auf “Ja”!). Eine Site, deren Index nichts als eine Grafik/einen Flash-Film enthält, an deren Ende etwas wie “Eingang” steht, ist nervtötend.

Und alle diese und noch ein paar andere Unarten breiten sich aus wie Fußpilz.

Seufz.

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