Nach einigen dunklen Tagen scheint heute die Morgensonne ins Fenster. Wollte zum Frühstück ein neues Buch anfangen (der Vorsatz von hier ist nach zwei bestenfalls mittelmäßigen und keineswegs bloggenswerten Krimis schon wieder im Abklingen begriffen), aber es war auf der Couch erst einmal zu hell zum Lesen. Dafür der Kaffeegeschmack und dazu der Sonnenschein im Gesicht: Immer wieder sofortiges Glücksgefühl.

Samstags-Standard-Haushaltsarbeiten, diesmal sogar die Altstoffe weggetragen (gezählte 9 leere Kaffee-Gläser machen bei durchschnittlichen 10 Tagen pro Packung knapp 3 Monate seit der letzten Altglas-Expedition). Nach einem weiteren Kaffee in der schwindenden Sonne begierig auf mein fertigwerdendes Strickprojekt geschielt, aber trotzdem brav an den Computer gesetzt.

Eineinhalb fertige Texte später ist die erste Netzrunde fällig. Der Game of Thrones-Trailer für Season 5, yeah! Und gleich danach im Postfach die Nachricht, dass es die 8er-Season von Dr Who jetzt auf Netflix gibt. Die Unterhaltung zur täglichen Strick-Stunde ist also erst einmal gesichert.

An den Nachrichten heute eher so vorbeigeschielt. Nix Gröberes passiert bei den Anti-Akademikerball-Demos, trotz der blöden #nowkr-Meldungen, immerhin. Weizsäcker gestorben, eine Stimme der Vernunft weniger, schade. Carl Djerassi ist auch gestorben. Aber mit 95 bzw 91 Jahren darf einer dann ja auch einmal gehen, denkt man.

Neue EAV-Single, sehr flach. Dabei klingt er doch recht vernünftig & stark im Interview, der Herr Eberhartinger.

Wolfsburg-Bayern 4;1!? Fröhliches Gekicher aus der Anti-Favoriten-Ecke!

Twitter trendet „#flirt #lady #meeting #boys #affaire“. Hab ich was verpasst? Am ehesten wohl eine Spam-Attacke.

Weihnachts-Promo-Geschenk ausprobiert: Das mittlerweile überall auftauchende Gummiband, mit dem man sich fit halten können soll. Graffl. Bei sanfter Kraftanwendung spürt man erst mal gar keinen Widerstand, investiert man etwas mehr sanfte Gewalt, läuft man Gefahr, dass einem das Ding ein paar kräftige Watschen schnalzt, wenn es aus den Fingern rutscht. Dann doch lieber wieder Standard-Bewegung mit Handgelenksgewichten.

Nach nicht erwähnenswertem Abendessen versucht, mich noch zum Schreiben der zweiten Hälfte des zweiten Texts zu bewegen. Vergeblich. Mein Strickzeug wartet, Dr. Who wartet, und morgen ist auch noch ein Sonntag.


(Soweit der erste Selbstversuch in Sachen tägliches Journal-Bloggen. Ich glaub, ich lass das lieber wieder und schreibe lieber dann, wenn ich etwas zu erzählen habe.)