Das Gestern, das Heute und der Mond

Riesengross aber sehr blass der Mond über der Stadt, die dunklen Stellen gar nicht dunkel sondern bleichblau himmelsfarben, als könnte man durchsehen. Die Welt, die Menschen sehr klar und sehr entfernt. Mein Kopf so sehr in seiner eigenen Geschichte, dass ich darauf achten muss, nicht zuviel preiszugeben. So scheint es mir zumindest.

Später, im Zug, nur noch 2 violette Düsenstreifen, ansonsten dunkel. Ist schon gut.

Gut auch, dass man mit den D.-Band-Jungs nicht nur Musik machen kann, sondern auch lachen. Ungewohnt, ohne Mikro, hört man mich zwar kaum, ist aber gut für Stimmbildung. Denk ich mal so. Die Probe gibt mir dringend gebrauchte Erdung.

Macht auch Spass. Zuviel Spass, um zu früh zum Zug zu zuckeln. Auch wenn der Mond jetzt fastrund hoch am Himmel steht.

Daher um Asyl angesucht und Couch mit Katz am Bauch erhalten. In den Halbschlaf erwachen mit Schnurrtier direkt am Solarplexus ist, als würd man selber schnurren. Wunderbar.

Gemütlich stilles Frühstück. Von Teilen anrückender Jung-Trash-Metal-Band beinah gesiezt zu werden, ist ein Rückschlag. Der Zug dafür wieder mein Traumland, wenn auch nicht gelobt.

Überschwenglich abholen lassen, Brillengestellmassen durchwühlt, ohne was Richtiges zu finden. Für den Sufi, nicht für mich. Draußen formiert sich derweil die Demo. Und erste Schneeflocken zu arabischer Musik.

Mitgehen? Da legen meine polyarthritischen Finger ein schmerzhaftes Veto ein. Ich schick stattdessen ein paar warme Gedanken mit, die kann man sicher brauchen.

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