Drinnen und draußen

In diesem Jänner schon 2 winzige Mäuse in der Stadt gesehen. In völlig verschiedenen Gegenden, am hellichten Tag. Frühere Mausbegegnungen gab es nur sehr selten, immer nachts, und dort, wo man sie erwartet, also etwa in Marktnähe. Kein extremes Wetter, kein anderer Grund, warum die Mini-Nager aus ihren Löchern kommen sollten. Eigenartig.


Ich vermisse seit Monaten meine komplexen Geschichtenträume. Derzeit beim Aufwachen nur noch kurze Endszenen im Kopf, die Story dahinter bleibt verborgen. Heute etwa mit der U-Bahn nach Q gefahren, um ein Formular auszufüllen. Q ist keine Abkürzung, es war der Name der Station, wo ein im Abbruch befindliches Gebäude ein überlebensgroßes Q am Dach trug. Was für ein Formular, und warum war die Stadt so desolat? – In einem anderen Traum auf einer Art Jäger-Hochsitz gesessen, der in einem Gemeindebau-Park stand. Draußen regnete es, und unter dem Holzdach trennte ich mein ziemlich weit gediehenes Strickzeug wieder auf, sehr bedacht darauf, die Knäuel nicht zu fest zu wickeln. Was macht der Hochstand im Stadtgebiet, was mache ich am Hochstand, und warum ein optisch perfektes Strickstück auftrennen? Die Antworten darauf haben es nicht aus dem Schlaf- ins Wachbewusstsein geschafft.


Das Weltgeschehen widert mich an. Nicht nur wegen Mord und Totschlag (das wär auch schon Grund genug), sondern die Vorhersehbarkeit der Reaktionen, dazu die kleinen Mauscheleien allerorten, die mit wohlgewählten Wortbausteinen weggeredet werden sollen, und die Sensationalisierung des Unsensationellen in Sport und Kunst.

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