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Durchwachsenes Lesevergnügen

Über die Aktion „Eine Stadt ein Buch“ ist Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda auf meine Leseliste gewandert. Es war die richtige Lektüre für meinen momentan doch etwas angeschlagenen Zustand, auch wenn ich es am Anfang gleich wieder weglegen wollte. Sympathisch-skurrille Figuren ganz in der Tradition französischer 60er-Jahre-Literatur, nur neu versehen mit kräftig psychischem Leidensballast. Amelie mit Künstlerpsychose, sozusagen.

Die Autorin malt wunderbar präzise, athmosphärische Miniaturen aus Paris, auch die Protagonisten sind glaubwürdig und jenseits der Pinselstriche interessant und mitsamt ihrer Macken und Geschichte(n) sympathisch. Nur die Handlung bleibt unüberzeugend flach und enttäuschend in der Happy-Go-Lucky-Schiene jenseits des bildnerischen Realismus des sorgfältig ausgestalteten Hintergrundbilds.

3 1/2 von 5 Punkten, würde ich sagen.

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