Filmreif

Vor meiner Haustür, eben, stand ein Pärchen im Regen. Er: Optisch ein junger Art Garfunkel, nur deutlich größer. Sie: Viel kleiner und ein Gesicht wie eine sehr junge Melanie Safka, etwas dünner vielleicht. Er trug einen Regenschirm in allen Regenbogenfarben, das einzig farbige in einer grauen, dunklen Straße, und hielt ihn so hoch, wie er nun einmal war. Sie sprachen Englisch, leise, ohne einander anzusehen. Im Vorbeigehen nur einen halben Satz gehört, “If you really love her, I guess it’s…”.

Eine seltsam lyrische Trauer empfunden, diese Szene nur gesehen, nicht erfunden zu haben. Dann einen Hauch geschämt, so etwas über wirkliche Leben zu denken. Andererseits, es gehört mehr Kunst ins Leben, warum also nicht auch mehr Leben in die Kunst?

A propos Kunst & Leben: Ganz fein war auch unser Wortklang-Auftritt am St. Pöltener Stadtflohmarkt, mein Lieblingstext (wenn man das von eigenen Texten sagen darf):


So, und jetzt muss ich das Radio ganz laut drehen und so tun als wär ich beim EoC Konzert im Burgtheater, anstatt nur per Radio dabeizusein.

 

 

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