Gemeinsames Software-Marketing

Was mich bei der (im übrigen schmerzlosen) Neuinstallation meines Systems diesmal von Programm zu Programm immer grantiger machte, waren die unerwünschten Software-Gimmicks, die mehr oder weniger versteckt im Installationsprogramm mitkommen. Waren es früher eher windige und halbseidene Hersteller, die sowas versuchten, ist es offenbar mittlerweile ganz normal und salonfähig geworden.

Du willst den Adobe-Reader? Gern, und nimm doch gleich den McAfee Scanner dazu! Du brauchst ein FTP-Programm? Kein Problem, wir schenken dir den Norton gleich mit! Du willst eine Bilderverwaltungssoftware installieren, für die Du tatsächlich Geld bezahlt hast? Natürlich, und den Yahoo-Toolbar kannst Du auch haben!

Ich frage mich, wie alt mein frisches System schon wieder aussehen würde, hätte ich nicht alle Zusatz-Installer weggeklickt. Ich weiß ja nicht, ob es noch so schlimm ist wie früher, als zwei nebeneinander installierte Virenscanner ein System komplett schrotten konnten, aber schön ist es sicherlich nicht. Ich habe auch einen kleinen Hauch Verständnis dafür, dass sich Gratis-Software von unabhängigen Herstellern irgendwie finanzieren will. Aber bezahlte Programme? Oder etwas wie der Adobe-Reader, der ja in seiner Allgegenwart reichlich zur Adobe-Vorherrschaft im Bildverarbeitungs- und Druckbereich beiträgt? Das muss doch echt nicht sein.

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