Häkel-Abenteuer

Das zweite Knäuel aus diesem Strick-Projekt stand mir die längste Zeit im Weg herum, und gestern beschloss ich, es muss jetzt mal weg. Das Stricken mit dem schweren, dicken Garn war etwas mühsam gewesen, deshalb war ein Versuch mit der beigelegten Häkelnadel angesagt. Ich hatte zwar seit der Volksschule nichts mehr gehäkelt, vor allem weil mir das Maschenbild nie gefiel, aber sowas verlernt man ja nicht. Hoffte ich.

Geplant war ein Beutel mit Rundboden, für die optimale Verwahrung aktueller Strickprojekte. Für den Rundboden vertraute ich auf dieses Video, danach wollte ich mich auf meine Imaginationskraft verlassen. Ich rundete also den Boden bis zum gewünschten Durchmesser, dann häkelte ich eine Weile feste Maschen, und nach ein paar Zentimetern Höhe wollte ich eigentlich sowas wie ein Muster hineinbringen, Stäbchen oder Doppelstäbchen mit Luftmaschen, irgendwas halbwegs Künstlerisches halt. Dummerweise widersetzte sich das Garn, sprich, es sah im besten Fall alles trotzdem gleich aus, im schlechtesten wie ein wirres Geknäuel. Ich gab also den Versuch auf und häkelte weiterhin feste Maschen, die eigentlich – in dieser Dicke und Breite – ein ganz nettes Bild abgaben. (Nur fad zu häkeln wars halt.)

 

Irgendwo, etwas über der Mitte, nahm ich jede dritte Masche ab, um dem Ding so etwas wie eine Taille zu geben. Ein paar Reihen später nahm ich die abgenommenen wieder auf, z’wegn der schlanken Optik.  Als sich das Garn dem Ende zuneigte, häkelte ich direkt aus der Reihe heraus noch einen Henkel dran. Gut geschätzt übrigens, Projekt fertiggestellt mit knapp 7 cm Restgarn.

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