Heute

Es ist viel zu früh, und es ist viel zu kalt. Grau ist es auch, irgendwann, aber zuerst war es dunkel. Zahn schmerzt weniger, Wange aber noch gleich dick. Nase läuft jetzt auch. Zum ersten Mal ein Auto angemeldet. Auf dem Parkplatz ein Schwarm friedloser Tauben. Frierende Fotosession (ich hinter der Linse). Ein Grillhendl um 10 Uhr früh. Im Auto auf jemand gewartet. Winzige Schneeflocken schmelzen auf der Scheibe. Gedacht, dass ich in eine Email gestern etwas zu viel hineingeschrieben habe. In die andere etwas zu wenig. Dass das aber ohnehin niemanden interessiert, außer mir. Gedacht, dass es nicht gut ist, 2 Stunden nach dem Meldezettel suchen zu müssen in der eigenen Wohnung. Gedacht, dass ich vor ein paar Jahren auch mit laufender Nase und schmerzendem Zahn nach Graz gefahren wäre zur Freundinnenparty. Dass es auch trotzdem Spass gemacht hätte. Als ich noch jung war. Gedacht, dass es fürchterlich ist, so etwas zu denken. Gegähnt. In der Apotheke mit Grippezeugs eingedeckt. Erfreut festgestellt, dass das Knie zwar noch schmerzt auf der Treppe, sich aber widerspruchslos weit genug biegt. Endlich mit Kaffee vor dem Computer gelandet. Fasziniert dem antibiotikabedingten Grummeln meiner Eingeweide gelauscht. Gedacht, dass ich vielleicht langsam mit dem Rauchen aufhören sollte. Eine geraucht.

Teilen? Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.