Lektüre mit Anlaufschwierigkeiten

Der verirrte Messias“ von Peter Henisch landete trotz des katholischen  Titel-Anklangs in meinem Rucksack, weil – ja, weil Peter Henisch nie ganz falsch sein kann. Dachte ich. So halbwegs durch das Buch dachte ich das allerdings nicht mehr so ganz. Zwar lockt das changieren zwischen den Zeiten durchaus zum Immer-Weiter-Lesen und belohnt dafür mit gewohnt feiner Sprache, dazwischen allerdings behindern hölzerne Dialoge und intellektuell schmerzhafte Ausflüge in die vermeintliche Psychologie der Weiblichkeit den Lesefluss.

Erst im letzten Viertel kehrt die von mir am Autor so geschätzte Leichtigkeit im Schweren zurück, und der Schluss (um den ich mir schon auf halbem Weg Sorgen machte) ist sehr perfekt. Daher vergebe ich versönliche 3dreiviertel von möglichen 5 Sternen.

Teilen? Tweet about this on TwitterShare on Google+Share on FacebookEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.