Numb

Don’t move

Don’t talk out of time

Don’t think

Don’t worry everything’s just fine

just fine

Neue Macke: Bei Musikbedarf blind eine CD aus dem unsortierten Stapel greifen. Guter Griff heute. Zooropa passt gut zum sich rundenden Mond und zu hirnlosen Tätigkeiten wie aufräumen.

Gefährlich auch. Da ist ein Song, den hab ich mal 3 Tage lang durchgehört. Dabei Bilder gemalt, und, als das nicht mehr genügte, Wände und Boden mit einbezogen. Close, very close. Zwischendurch mal die Pinsel ins Bier getaucht, statt ins Wasserglas. War mir aber auch egal.

You can’t even remember

What I’m trying to forget

Heute scheint mir das besser auf diese Zeit zu passen, als auf das, woran ich damals dachte.

But then again. So nahe dran.

Manchmal kam er an den Fluß auf seinen nächtlichen Wanderungen. Der Fluß bewegte sich immer und war doch immer am gleichen Ort. Weil das so war, liebte er den Fluß. Wenn er an den Fluß kam, suchte er sich eine Brücke, um auf die Insel zu kommen. Er ging dann auf der Insel weiter, bis das Dröhnen der Autos auf den Straßen nur noch ein leises Rauschen war. Wie immer, wenn er so eine Stelle gefunden hatte, setzte er sich hin, auf einen Stein, und war still. Er war diesen weiten Weg gekommen, ein Wanderer, und hatte sich eine Rast verdient. Der Fluß erzählte Geschichten. Glucksend und plätschernd erzählte er Geschichten, wortlose Geschichten in einer fremden Sprache, die Steve verstand. Er konnte alles verstehen, wenn er erst einmal so weit gekommen war, er konnte das Rascheln der Blätter verstehen, die Schreie der Möwen, auch das Verkehrsrauschen konnte er verstehen, und mehr: konnte Teil davon sein. Teil von allem, was war. Teil von allem, was je gewesen war, von allem, was je sein würde. Er saß da und wünschte sich, mit dem Stein, der Erde zu verschmelzen. Er war überzeugt davon, daß ihm das eines Tages gelingen würde. Er würde einfach sitzen bleiben, eines Tages, wenn er wirklich bereit dazu war, und Teil der Welt werden, Teil der Welt in einem Sinn, den niemand außer ihm verstehen konnte.
[Aus: “Annäherung”, 1996]

Ach, ich weiß auch nicht. So viel gewonnen, seit damals, und so viel verloren. Je näher ich mein Leben anschaue, desto ferner schaut es zurück. Was eigentlich überhaupt keinen Sinn macht. Daher besser zurück an die Arbeit. Obwohl es an Mondtagen vielleicht auch nicht die beste Idee ist, nicht ganz taufrische Videos zu digitalisieren. Aber die Deadline für das Demo drängt.

Some days are dry, some days are leaky

Some days come clean, other days are sneaky

Some days take less, but most days take more

Some slip through your fingers and onto the floor

 

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