Radikale Maßnahmen

Mein Chili schlug sich bis Mitte Dezember tapfer. Dann begann er zu schwächeln. Erst schrumpelten die noch unreifen Früchte, dann begannen die ersten Blätter zu welken.

Trotz umfangreicher Rettungsmaßnahmen – ich trug ihn morgens ans Fenster, wenn die Sonne schien, Abends zurück unter die durchaus wärmende Schreibtischlampe, befolgte alle Internetratschläge zur jahreszeit- und fruchtstandadäquaten Wässerung – entspannte sich die Lage nicht.

Eine Zeitlang kehrte ich täglich die abgefallenen Blätter weg und hoffte vergeblich auf ein Wunder. Dann beschloss ich, den Patienten zu entsorgen, tat es aber in meiner entspannten Art (lies: stadtbekannten Schlamperei) nicht gleich. Und vor ein paar Tagen stellte ich fest: Ganz tot ist die Stauden ja doch nicht. Entlang des Stammes und ganz am Anfang der Verzweigungen wagten sich frische, grüne Blätter ans Licht.

Heute griff ich beherzt zur Schere und befreite ihn von den toten Ästen. Etwas radikal vielleicht, aber schlimmer kanns eh nicht mehr werden. Mal sehen, mal sehen.

 

 

 

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