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Wieder mal mit der Vercelli L3 unterwegs, von Neustadt-Glewe nach Lüneburg. Es war eine Strecke die oft geflogen wurde, man kannte sie auswendig. Zwischen Neuhaus und der Elbe war ein weibliches Arbeitsdienst-Lager und in dessen Nähe ein paar kleine Seen. Bei schönem Wetter badeten dort immer einige der Damen und es war üblich sie anzufliegen und ihre Kleider wegzupusten.

Solche und andere Geschichten aus der mehr oder weniger guten, alten Fliegerzeit erzählt User Bobby V. in RP onlines “Opinio-Magazin”.

Dies ist die erste Generation, die ihre Jugend mit dem Mobiltelefon in der Hand bewältigt – und die letzte, die noch erlebt hat, wie es früher war. “Die Erinnerung ist aber schon ganz schön verschwommen”, sagt Tobi, Schreiner in Kreuzberg und Mobiltelefonierer der ersten Stunde. Mühsam war es damals, viel Rennerei, oft für nichts. “Immer dasselbe”, sagt er, “Treffpunkte abklappern durch die ganze Stadt.”

[Der Spiegel zu den neuen Kommunikationsformen, via Sofa]

 

picture yourself in a boat on a river with tangerine trees and marmalade skies…

[Wahrscheinlich sieht man das nicht so gut hier, aber das ist die Spiegelung einer Hand, die nach der Spiegelung eines Knies greift, während draußen schwedische Landschaft vorbeizieht – irgendwo zwischen Fiskeboda und Rönnö.]

Untröstlich [Datum ist ungefähr]

[Grade heimgekehrt aus Koper und die ganze lange Fahrt zurück untröstlich, weil ich da unten zum allerersten Mal in meinem Leben Freundschaft geschlossen hatte. Es war ein Mädchen in meinem Alter, damals also 6 Jahre alt. Sie war aus Maribor und konnte Deutsch und Slowenisch, was mich endlos faszinierte.

Der Abschied war ein Abschied fürs Leben, das war klar und todtraurig. Und unaussprechlich. Meine Eltern hatten keine Ahnung, warum ich Tränenseen heulte, und waren schwerst besorgt. Nach der Heimkehr schenkte mir mein Vater das Radio, links im Bild, um mich aufzumuntern. Ich trug es in mein Zimmer, erbettelte einen Schraubenzieher und zerlegte das Ding.

Transistoren, Widerstände und die Platte, auf der das aufgelötet war: Ich wusste nicht, wie das Kleinzeugs hieß, breitete es aber fein sortiert auf meinem Fensterbrett aus. Wochenlang verweigerte ich meiner Mutter die Erlaubnis, den angeblichen Abfall wegzuräumen, und versuchte zu ergründen, wie aus diesen unscheinbaren Bauteilen Musik werden konnte, wenn man sie richtig zusammensetzte, aber ich durchschaute es nicht. Dann kam ich eines Tages von einem Spaziergang mit meinem Vater zurück, und alles war weg.

Es war genau wie mit den Meerschweinchen. Die waren auch eines Tages einfach weg.]

[Datum ist ungefähr]