Bilder

Photoalbum

Menschen, schon lange nicht mehr unter uns. Auch die Hunde buddeln längst nach himmlischen Knochen.

Lebensreste in Schwarzweiß, für immer eingefroren das süßeste Lächeln, der versonnene Blick. Grausame Zeit zeichnet Falte um Falte, schon ähneln sich die Bilder nicht mehr. Uraltes manchmal vertrauter als die Blitzlichter der jüngeren Zeit.

Geschichten, Legenden, hunderte Male erzählt. Immer lächeln sie in die Linse, wie schwer es auch fällt.

Unerschrockener Fliegeroffizier, überzeugt von seiner Mission. Hübsche Kriegsbraut, erst lächelnd in weiß, dann traurig in Schwarz.

Mutter wird Kind und Muttersmutter jung und jünger, wann wurde das letzte Mal gelacht? Aus jenen Tagen bleibt nur der Teddybär, und auch er hat das Brummen verlernt.

Eben noch

(c) Markus Reithofer
War ich nicht glücklich, eben noch?
Frei schwebende Grundexistenz
ohne jeden Ballast.
Sonnenblickdurchdrungen,
Funkengestöbergebräunt.
Unvorstellbar vergangen
alle gestrigen Leben.
Undenkbar weit weg etwaige morgen.

Nur Lächeln und da sein,
mehr wird nicht verlangt. Noch gegeben.

Grasgrün und Himmelblau. Neongelb
und bunt. Musik und Motoren.
Gehen als hätte man
alle Zeit der Welt.

Fliegen als wäre das
ganz normal.

Nachrichten nur von einem anderen Stern.
Kann nicht derselbe sein, auf dem ich war.
Dort wird nicht geschossen, und nichts
explodiert.

Heute schon wieder zu viele Nullen und Einsen
Aschenbecher füllen sich. Wohlgefühle
ziehen sich in die Erinnerung zurück.

Worte, gestern noch ungebunden
einherschwebend, greifen sich
schwerer, sind kaum noch zu
fassen. Zu schade. Schon wieder
daheim.