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Rauh. Warm. Ein gutes Gefühl unter den nackten Fußsohlen. Ein ganz deutliches Jetzt und Hier.

 

Die Nächte kühler als erwartet, trotz Tageshitze. Hier zu viele Worte, dort zu wenig. Immer wieder dieses Wunder der grünen Welt. Wiesen und Felder & Hasen die davonschießen, wie schnell die sind, unglaublich. Mais, Hanf, Kürbisse und Weintrauben. Und eine staubige Straße. Dann die Ahnung vom Herbst in der Sonnenluft.

 

 

 

Aber wie dehnbar ist eigentlich “dehnbar”?

Ich sitze auf meinem verblassenden Blümchensofa, Kaffee in der Hand, und starre hinaus in den Regen. Regen? Sintflut. Wollte eigentlich diesen Text korrigieren, aber dieser graue Vorhang draußen fasziniert mich. Wassermassen die kerzengerade zur Erde fallen. Ich kann mich an keinen Juli erinnern, der so feucht und kalt gewesen wäre. So kalt, dass ich in der Nacht aufgestanden bin & die Wolldecke aus der Winterablage geholt habe. Das sieht ihm gar nicht ähnlich, dem Juli.

Dem August schon. Der August ist ein unsteter Gesell. Der August ist der April des Spätsommers. Regen und Stürme, Schnee bis auf 800 Meter. 40 Grad im Schatten, Früchte und Felder geradezu verbrannt. Dem August ist alles zuzutrauen.

Aber doch nicht dem Juli?