Status

So, jetzt würde ich gerne bis März durchschlafen. Und stattdessen nächsten Mai bis September keinen Schlaf mehr brauchen. Danke.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich tauge zu nichts anderem als: Dinge differenziert wahrzunehmen. Das riecht nicht nach Karriere.
Es ist schon sehr verwunderlich, wie schnell die diversen Probleme, Problemchen und Allatgsärgernisse völlig unwichtig werden, sobald ich mal den ganzen Tag bei offenem Fenster dasitzen kann. Ist das eigentlich normal?
Die noch ungeputzten Fenster auf, ins Tageslicht geblinzelt, warmes Gefühl in der Hand, die auf der sonnebeschienen Fensterbank liegt, und plötzlich erscheint alles nicht nur “möglich”, wie sonst auch, sondern “machbar”.
Ich bin dazu übergegangen, Striche statt Kreise in den Sand zu malen. Was das wohl zu bedeuten hat?

Eine Bar, in der man vor 30 Fallschirmspringern trotz gesicherten Biernachschubs nicht mal mit Skydiving-Videos Stimmung erzeugen kann, ist keine Bar. Da können die neuen Zimmer noch so toll sein.

Ein geballter Klotz von Selbstverständlichkeiten, der aus dem Hirn fällt, kann ein ziemliches Loch in den Boden der Realität schlagen.
Manchmal wünschte ich, ich wäre du. Aber keine Sorge, ich würd’s ohnehin nicht lange aushalten.
Schmalz auf Loop. Und dabei plötzlich verstehen, dass jemand es einmal ernst gemeint hat, einen Augenblick lang nur, aber doch. Lange her & irrelevant. Aber doch.
Happiness is a warm CD.
Eben eine Ewigkeit geduscht, nur um die Spuren des ekelerregenden Parfums loszuwerden, das ich heute Nachmittag im Laden unvorsichtigerweise ausprobiert habe.
“Ich bin keine 20 mehr” ist keine wirkliche Entschuldigung. Und “Ich bin immer noch dieselbe” ist kein richtiger Trost.
Den Kampf aufgegeben: Die Heizung aufgedreht.
Ich habe Fortschritte gemacht. Rückwärts.