So lange, dass ich in der Küche stehe und lange auf diese halbe Flasche Weißwein starre, die da recht natürlich und harmlos herumsteht. Ich trinke aber doch keinen Weißwein? Erst dann dämmert mir, wann und warum ich sie geöffnet habe, dass das schon weit länger her ist als zehn Tage und dass der Inhalt, würde man den Korken entfernen, vermutlich weder olfaktorisch noch geschmacklich berauschend wäre, obwohl der Alkoholgehalt zweifellos noch derselbe ist.

Wiedergelernt, ein Viertelglas voll Wasser in einem Zug zu leeren, ohne abzusetzen, den richtigen Schluckrhythmus beibehalten und nicht von den Tropfen erschrecken lassen, die kondensiert außen am Glas hängen und unerwartet auf die Hose tropfen; der kurze Wasserglanz auf der noch imprägnierten neuen Jean, bevor die Oberflächenspannung nachläßt und das Wasser in den Stoff dringt.

Dann plötzlich ruhig und beinah ohne Anstrengung auf zwei Geräten parallel gearbeitet, links der Laptop mit den Bildern, rechts der Desktop mit den Texten. Das swingt.