100 x 100 (15)

Schade, dass man Gefühle nicht einfrieren kann. Nein, nicht so. Sondern wie ein Foto. Zum Wieder-Fühlen, wenn dann schon wieder ein Tag unerkannt um die Ecke geschlichen ist, oder eine Woche. Ein Jahr oder zehn. Na gut, ein bisschen kann man ja. Mit Worten. Mit Bildern. Aber dabei lauert zu oft im Widerentdecken die Abwesenheit des Gefühls, ein scharfer kühler Windhauch statt des eigentlich Erlebten. Ratlos sammle ich Bilder. Töne. Momente. Worte. Aber das ist es nicht ganz.  Oder zuviel. Und dabei möchte ich nur das eine behalten: Diese unendliche, grenzenlose Zärtlichkeit, die keinen Unterschied kennt zwischen „geben“ und „nehmen“.