100 x 100 (18)

Schweigen steigt auf, dicht und dampfig wie ein Sauna-Aufguss. Es hat keinen Sinn zu Wacheln, es ist keiner da. Es wär Zeit, die Tür aufzumachen, aber der Sprung ins kalte Wasser lockt nicht. Zudem wehen weiße Flocken am Fenster vorbei, als hätte es heuer noch nicht genug geschneit. Es fühlt sich an wie die ständige Drohung in Game of Thrones, jahrelanger, jahrzehntelanger Winter. Ich weiß jetzt schon, wie wunderbar es sich anfühlen wird, wenn dann doch wieder die Sonne über ein laues Lüfterl lacht. Es wiederholt sich Jahr für Jahr. Und in der Wiederholung liegt gleich viel Trost wie Sinnlosigkeit.