Krems – Cessna Grand Caravan/3975m – Solo
Öffnung: 0800 | Freifall: 60s
avg: 211km/h | max: 241km/h

Ein bisschen faul heute & kreuzwehgeschlagen und lange überlegt, soll ich überhaupt? Aber angesichts der miesen Wetteraussichten morgen gibt es keine Wahl, das muss jetzt nochmal sein.

In Sonnenuntergangsrichtung haben sich malerische Wolkenschaften zusammengebraut, weit genug weg um nicht gefährlich zu sein, aber wunderbar anzuschauen…

Im oberen Teil des Freifalls nochmal dem Sitzen nachgespürt, geht ja doch, kurz… dann auf denn Rücken gelegt und das Tandem ober mir, das Finerl im Sinkflug, vor allem aber dieses eigenartige Wolkenlicht betrachtet, tatsächlich bis zum ersten Pieps im Ohr…

Dann umgedreht und bin wohl ein bisserl abgedriftet in Rückenlage, ein kurzer Track und dann, am Schirm, Zielrichtung Landewiese: Geht sich das noch aus über die Baumreihe? Könnte knapp werden, aber… eigentlich müsst sich’s doch ausgehen, aber… versuchen wir’s mal, aber…

und schlussendlich doch ganz vernünftig abgedreht, obwohl, ich glaube, es wär sich ausgegangen, aller Wahrscheinlichkeit nach wär sich das grad noch ausgegangen, aber…

sicher ist sicher. Hinternlandung im Crosswind, und netter Spaziergang nach Hause.

Sonntag hätte ja eigentlich, allen Berechnungen zufolge, mein 200er stattfinden sollen. Aber morgens hängen die Wolken bis in unser Schlafzimmer, und im Gegensatz zum Samstag gehen sie nicht weg. „Heute gehen sogar die Vögel zu Fuss!“ meint GW philosphisch und abschließend, und bei unserem Aufbruch ruft mir Alex nach: „Vergiss nicht unseren Spruch von gestern,

Ich falle also bin ich!“

Und der Sufi murmelt in seinen spärlich wuchernden Bart: „Ich bin gefallen, also war ich.“

Und dann ist Schluss mit lustig, der Regen näßt sich ein und wir fahren.