Stockerau – Cessna 182 – Solo

Mal was neues: Zu fünft in diesen – im Gegensatz zur Skyvan – winzigen Flieger gepreßt, und dann ein Seitenausstieg? Ob das geht? Etwas nervös im Steigflug – Willi, der Absetzer, rät mir, tief durchzuatmen. Er hätte mich mal in Tunesien erleben sollen, denke ich. Dann aber oben recht beherzt zur Tür, die Füße rausgestellt – huch, wie da der Fahrtwind pfeift – und wieder überrascht, dass der Schock beim Runterschauen ausbleibt. Seitlich abstoßen, und weg. Ein bißchen turbulent, bis ich auf den Bauch finde. Den Flughafen sehe ich erst bei der zweiten Drehung. Als ich weiß, wo er ist, versuche ich, was ich mir vorgenommen habe: Mich absichtlich auf den Rücken zu drehen. Aber das geht nicht so einfach wie ich dachte.

Wir sollen „Höhe abbauen“, also tiefer ziehen. Naja, ein bisschen. Bei 1400m ist mir die Erde schon zu nah. Was mir dann schnell leid tut, als ich am Schirm hänge und friere.

Tiefer gekommen, starre ich gebannt das – im Gegensatz zu Wüste und Schneelandschaft – viel zu kleine Lande-Eck an. Will da unbedingt hin, schaffe es nicht, bin jenseits der Landebahn und noch dazu in Windrichtung unterwegs, will nicht über die Landebahn kurven und versuche es in die andere Richtung, wo mich ein Stacheldrahtzaun erschreckt, da bleibt nur eins: Wieder Mal mit dem (schwachen) Wind und mit ein bißchen Glück landen. Dafür gibts ein Taxi zurück.