Krems – Cessna 206/3025m – RW2 mit Prosecco
Öffnung: 0775 | Freifall: 48s
avg: 182km/h | max: 195km/h

Sonntagmorgen, wir liegen noch in unserem Bus-Bett mit Aussicht auf den Flughafen, draußen startet die erste Load. Und landet nur eineinhalb Minuten später wieder. Was ist geschehen? Die Schilderungen der leicht erblassten Springer reichen von leichtem Kabelgeruch im Flieger bis zu einer dichten Rauchwolke, die es unmöglich macht, auch nur den Nachbarn zu erkennen. Kein Wunder, meint einer, man sollte am Samstag eben keine 13 Loads fliegen, sondern entweder 12 oder 14.

Die Fehlersuche scheitert vorerst, und so werden Ersatzflieger angefordert. Das dauert aber ein Weilchen, und daher ist die spektakulärste Action des weiteren Vormittags die Suche nach Dianas Helm, den sie am Vortag auf ca. 2000m im Freifall verloren hat.

Schließlich finden sich 3 Flieger ein, die mit vereinten Kräften sowohl die Springer als auch die Tandems schlucken sollen. „Cessna-Boogie“, meint Eli zu der Versammlung von 2 182ern und einer 206.

Natürlich ist der Andrang nach dem durchwarteten Vormittag groß, und so halte ich mich vornehm zurück, bis die Menschentraube ums Manifest etwas kleiner wird. Dann aber.

Der gemütliche Aufstieg in der 206 ist leicht wacklig & etwas nostalgisch. Der Pilot ist bekannt von Sprung 20 & 21 und zieht während des Steigflugs eine Sightseeing-Runde über Horn. Ungewohnt, dass man sich dabei fast normal unterhalten kann. Auch kleine Flieger haben ihre Vorteile.

Dann nähern wir uns dem Flugplatz, rollen die Tür hoch. Prosecco klettert nach draußen aufs Rad, ich hau mir beim Exit den Kopf an, und schon schweben wir. Ich erstmal rücklings, Prosecco bäuchlings über mir, was sich optisch so gut macht, dass ich wertvolle Sekunden verstreichen lasse, bevor ich mich auf den Bauch drehe. 4 gemütliche Punkte, sehr sanft angeflogen, dann ist’s Zeit, sich zu trennen.

Und ein Nostalgiesprung ist eigentlich genug – nächste Woche gibt’s wieder einen g’scheiten Flieger.