Krems – Cessna Grand Caravan/4250m – Solo
Öffnung: 0725 | Freifall: 66s
avg: 200km/h | max: 254km/h

November-Intermezzo in Winterkälte: Nach den Föhnstürmen der letzten Tage ist es noch wunderbar warm, aber nicht mehr windig. Wetter strahlend. Alles, was Flügel hat, fährt noch einmal auf den Platz.

Ich auch. Etwas zögerlich zwar, weil mit Brille anstatt mit Kontaktlinsen behaftet, und weil es doch eine Weile her ist, und weil… überhaupt. Aber trotzdem.

Kaum kommt der Aufruf, werfe ich das Gear an und das Zögern über Bord. Der Aufstieg ist „kremsklassisch“, mit Gesang und Gescherze. Die ausgeborgte „Überderbrille-Brille“ passt nicht ganz. Leider ist der Flieger recht voll, so erhasche ich nur wenige Blicke auf die unglaubliche Novemberlichtlandschaft.

Dann aber. Die Tür geht auf, und Gruppe um Gruppe verschwindet. Me last, vor der für Alex Schülerin spielenden Eli & den richtigen Schülern. Tjahaaa!

Luft. Ich. Himmel. Und Landschaft. Hinsetzen, erstmal. Da pfeift irgendwo Luft unter die Brille, und mein Auge tränt. Trotzdem erschiele ich Blicke auf eine unglaubliche Herbstlandschaft, auf eine tiefstehende Sonne, die sich in der schlängeligen Donau spiegelt, einfach wunderbar. Da muss man sich doch auf den Bauch legen und einfach nur schauen. Gesagt getan. Viel zu bald ist Schirmzeit. Brav kommt der Buntling ans Licht und sanft spielerisch schwingen wir uns zu Boden. Nur im Landeanflug beschert mir die ungewohnte Brillenoptik Schwierigkeiten beim Schätzen & ich lande mehr glücklich als geplant auf den Füßen.

Daher lasse ich den mickrigen einzigen Sprung als Saisonabschluss gelten & schau mir die nachfolgende Sunsetload vom Boden aus an, leicht traurig zwar, aber zweifellos vernünftiger.

Hier der nichtspringerische Teil vom Wochenende.