Fromberg – Skyvan/4300m – Solo
Öffnung: 0825 | Freifall: 65s
avg: 201km/h | max: 269km/h

Der Vormittag war viel zu windig, obwohl das die Tollkühnsten mit ihren winzigen Fetzen bestritten haben. Aber gegen 1/2 4 läßt es etwas nach, und ich bin nicht mehr zu bremsen. In der plötzlich wieder wohlgefüllten Skyvan bereue ich meine Eile, als kurz vor dem 300erter-Piepsen des Protracks ein paar heftige Turbulenzen durchgehen. Juchu! Das kann lustig werden am Schirm!

Überlege kurz, in der Maschine sitzen zu bleiben, beschließe aber dann, dass ich das kann – ein Entschluss, den auch die Durchquerung einer ziemlich feuchten Wolke nicht mehr ins Wanken bringt.

Wir steigen, dank der gesunkenen Temperaturen, nochmal schneller. Im Jumprun ziehen sich die Exits ziemlich, finde ich. Wo ich dann wohl wieder hängen werde…

Uschi, in geheimer Kamera-Mission, steht hinten am Exit und filmt die Absprünge, und ich entscheide blitzschnell, etwas Neues zu versuchen und gleich in eine Art Sitzposition zu springen. Das bleibt sekundenbruchteil-lang stabil, dann kippe ich nach hinten und zwischen meinen Beinen durch noch die Pink und ein ziemliches Grinsen an der Tür gesehen. Dann kurz auf den Bauch gedreht und wieder ins Sitzen gewechselt, und – anstatt meine Sitzdrehungen zu perfektionieren – übermütig kurz in den Standup gewechselt, der sich – im Gegensatz zu meiner Sitzquälerei – erstaunlich problemlos anläßt. Leider keine Zeit, das weiter auszutesten; da kommt etwas Weißes ins Bild, und da muss man sich doch auf den Bauch legen? Sollte man schon, aber das sticht so – ich dreh mich blitzschnell auf den Rücken. Zum Glück ist die Wolke dünn, und drunter alles klar und Schirmzeit. Luft & Wind sind dermaßen tragend, sodass sogar ich Trägfliegerin anfange, mich runterzuschrauben – bis mich auf ca 400 Meter zwei heftige Turbulenz-Rüttler erschrecken. Drunter geht’s aber wieder, und ich lande sehr sanft und sauber.