Krems – Cessna Grand Caravan/4350m – Solo
Öffnung: 0900 | Freifall: 66s
avg: 193km/h | max: 229km/h

Der Abend war lang (wunderbar gemütliche Grillparty), dann war ich aus unerfindlichen Gründen vom Morgengrauen bis 8 Uhr hellwach. Anstatt gleich aufzustehen, nochmal umgedreht und die ersten zwei Loads trotz Stefans sexy Manifest-Stimme verpasst.

Zu Mittag, nach Dusche & Kaffee, fühl ich mich aber wieder stark genug zum Einsteigen. Obwohl ich immer noch irgendwie gähne.

Es ist nicht so heiß wie zuletzt, aber dafür schwül. Zum Glück gibt sich auch das mit steigender Höhe.

Irgendwann muss ich das herausfinden, wie das ist mit der Nervosität und mir. Heute zum Beispiel bin ich überhaupt nicht nervös – aber auch nicht ungeduldig; nutze den Steigflug zum Sightseeing (etwas verwundert, dass sich weder Kamp noch Donau im Blickfeld finden – wir sind über Horn geflogen, erfahre ich später). Die Felder sehen von hier oben verbrannt, fast wüstenartig aus. Dazwischen Waldland, hügelig, und ab und zu ein Teich. Schön.

Schließlich die Fertigmach-Höhe erreicht, und dann mit Brille und Helm eine ganze Weile auf den Fersen gesessen ; endlich Rotlicht. Noch ein Blick auf den Höhenmesser; 4400! Zeigt man sich gegenseitig, ungläubig grinsend.

Noch ein Kurverl, dann wird’s grün. 1 Dreier, ein Zweier, dann ich. Hatte eigentlich vorgehabt, wieder mal gröber zu sitzen, aber weil ich grade so entspannt bin, tracke ich lieber ein Stück – weg von den anderen – und dann wieder zurück; dann noch ein Überschlag aus reinem Übermut, und schon wird’s Zeit…

Sogar am Schirm mit mir selbst im Reinen wie heuer eigentlich noch überhaupt nie, umsichtig und zufrieden trotz seltsamer Manöver eines Lowtimers vor/unter mir; eine ruhige Gewissheit dass ich den Überblick habe & mit allem umgehen kann.

Dementsprechend strahlend gelandet (das Flaren geht auch wieder perfekt, nur das punktgenaue Runtersteigen muss ich noch üben…). Wundervoll.