Aspersdorf – Skyvan/4450m – Solo
Öffnung: 775 | Freifall: 64s
avg: 232km/h | max: 282km/h

Die Pink, mit fast neuen Fünfblattpropellern, ist in Aspersdorf – und das ganz ohne Schneesturm. Aus hier nicht näher auszuführenden Gründen bin ich samstags – statt laut Plan um 9:01 – erst so gegen 16 Uhr am Platz – wo natürlich alle manifestnahen Parkplätze besetzt sind. Und der Weg vom letzten Eck zum Manifest bringt so viele nette Begegnungen, dass es dann tatsächlich schon fast 6 Uhr ist. Das zahlt sich nun wirklich nicht mehr aus… Da wird dann stattdessen bei einem Bier getratscht und der neueste Klatsch ausgetauscht. Passt auch.

Umso früher sind wir sonntags am Platz. Was aber auch nichts bringt. Denn erstmal stelle ich fest, dass mein Helm irgendwie seinen festen Platz im Auto verloren hat (Danke, Silvia, für die hübsche Kappe – mit Protracktäschchen). Dann denke ich, dass der Wind ja doch ziemlich stark ist (na, da steigen aber auch noch viel größere Schirme ein) und dass die Wolken zwar nicht da sind, aber doch herkommen könnten. Und dass dieses Landefeld zwar sehr lang, aber verdammt schmal ist.

Schließlich erkenne ich, dass ich einfach mal wieder viel zu lange nicht gesprungen bin, nehme mich bei der Nase und schüttle mich. Danach ist es relativ einfach, die Karte durch den Reader zu ziehen. Nicht ohne darauf achten, dass da vor mir noch ein Freeflyer-Grüppchen ist – wir (mein Hirn und ich) wollen ja nicht gleich gezwungen sein, die Tür zu öffnen, nicht wahr?

Lustig eigentlich. Während ich beim Anziehen und noch auf dem Weg zum Flieger alle möglichen Gründe finde, warum ich vielleicht doch noch eine Load hätte abwarten sollen, beruhigt sich sofort alles, als ich im Flieger sitze und dieser abhebt. Auch innen ist die Pink viel leiser, stelle ich fest. Und dass mein Protrack die Tendenz hat, das Täschchen in der Kappe zu verlassen. Und dass es verdammt gemütlich ist in diesem Flieger, im Gegensatz zu… ach, lassen wir das.

Das, was von unten wie verstreute Wölkchen ausgesehen hat, ist aus der Nähe betrachtet eher eine durchsichtige Dunstschicht. Und liegt auf 2000m. Danach dauert es auch nicht mehr lange…

Diese Kappe ist eine Spur zu klein, die Brille dagegen eine Spur zu groß. Zusammengenommen hindert mich das am Grinsen, stelle ich mit Bedauern fest. Sigi geht als erster mit dem Brett. Dann eine Gruppe. Ein Solo.

Ich hole tief Luft, ziehe die Beine an und versuche, gleich ins Sitzen zu kommen. Erstmal gekippt, überkugelt, der zweite Versuch sitzt. Ich hab schon wieder die Beine zu weit angezogen, stelle ich fest, versuche 90° – und es sitzt sich noch immer. Gut. Eine Runde zu drehen geht dagegen nicht so gut. Ich falle auf den Bauch, stelle fest, dass ich auf 2000 bin und schaue mir erstmal die Gegend an. Hübsch. Und, um mich herum, angenehm leer.

Schirmzeit; der Wind, der die ganze Zeit um etwa 90° schwenkt, kommt jetzt aus dem Osten, schön. Wie üblich verschätze ich mich ein bisschen, komme zu kurz & auf dem Hintern rein; Himmel, der Sprung war schön, aber mittlerweile müßte ich doch das Landen auch gelernt haben?