Aspersdorf – Skyvan/4475m – Solo
Öffnung: 825 | Freifall: 62s
avg: 240km/h | max: 285km/h

Es geht also noch. Dann kann man ja getrost noch einmal einsteigen. Obwohl der Wind doch etwas auffrischt. Nicht dass da wirklich viel Wind wäre. Aber es ist eben mehr Wind, als ich gewohnt bin. Außerdem ist es nett, herunten, weil ich auch heute noch immer neue alte Leute treffe, die ich seit ewig nicht gesehen habe, und mit denen sehr nett plaudern ist. Und überhaupt liegt der Sufi so malerisch in seiner Hängematte, dass ich mich frage, ob ich nicht doch das falsche Hobby gewählt habe. Extreme-Napping, das wäre durchaus auf meiner Linie. Aber, naja, obwohl die Pink mit 5 Propellerblättern bei weitem nicht mehr so röhrt wie einst im Mai Februar, lockt sie doch.

Kann das sein, dass sie auch noch schneller steigt als gewohnt? Oder träume ich nur so gemütlich dahin von alledem, was man vollbringen könnte, wenn man öfter als nur einmal im Monate auf den Sprungplatz käme? – Egal. Wir sind schon da.

Vor mir versuchen zwei den Stangentrick – was heißt versuchen? Klappt ja! Ich wie gewohnt Solo, diesmal geht’s auch besser mit dem Sitzexit, obwohl ich wie in grauer Vorzeit beim ersten Blick auf den Höhenmesser die Balance verliere. Hmhm. Beim zweiten Versuch bleibe ich sitzen, merke aber, dass ich umso instabiler werde, je mehr sich meine Beine dem idealen 90°-Winkel annähern. Naja. Nur nicht aufgeben. Ich übe trotz der umwerfenden Aussicht bis auf 1800.

Wo ich mich auf den Bauch werfe und feststelle, dass relativ grade unter mir ein Schirm aufgeht. Öööh… bin ich so weit gedriftet oder mein Vordermann? Egal. Ein Stück in die Gegend getrackt, Sicherheitscheck und Schirmzeit. In dem Fall heißt das: Der Schirm läßt sich Zeit. Ich denke: neinbittenicht! und bin einen Moment unsicher, ob ich an den (gestreckten) Leinen rütteln soll oder doch gleich zum Trenngriff greifen, und der Moment reicht, um doch noch eine Öffnung hervorzubringen. Na also!

Zwar kann ich den Wind noch immer nicht gut genug einschätzen, um genau dort zu landen, wo ich will, aber immerhin geht es wieder auf den Füßen. Ahem. War aber auch Zeit.