Fromberg – Skyvan – Solo

Ich habe einen 150er Nitro als Leihschirm. Was mich, zusammen mit der langen Pause, ein bisschen nervös macht. Das Warten (Mengenweise Loads voller Tandems) macht es auch nicht besser.

Bei guten 35° Außentemperatur würde man sich am liebsten in den Wald verziehen, Macht man aber nicht. Man könnte ja eine Durchsage überhören.

Endlich einsteigen. Die Pink zuckelt an das Ende der Graspiste, dreht um, gibt Vollgas und löst erst dann die Bremse. Muss auch so sein, auf der hügeligen Graspiste. Endlich in der Luft. Die selbige zeigt sich bockig, sodass ich freiwillig über die 300m hinaus angeschnallt bleibe. Bis 600. Da macht aussteigen wirklich Sinn.

Als einzige Solo-Springerin unter lauter Tandems (und 2 Videos) sitze ich in der ersten Reihe. Die kleine Klappe bleibt offen, so ein Glück, da kommt bald kühle Luft rein.

Endlich nähern wir uns den 4000. Die Tür macht ein Videomensch auf, danach gilt es, auf das grüne Licht zu warten. Und dann…

Ganz gemütlich, die Arme ausgebreitet, nach vorne fallen lassen, einmal überschlagen, auf dem Rücken liegend die Pink betrachten, wo die erste Gruppe (Tandem und Video) schon in der Tür steht, dann umdrehen und friedlich bauchfallen, schliesslich bin ich zum ersten Mal hier…

Ganz entspannt (die Sandalen, die ich anhabe, um meinen gebrochenen Zeh zu schonen, verändern die Lenkeigenschaften meiner Beine, stelle ich fest) und brauche nur einen
kleinen Blick zu werfen, schon sehe ich den Flugplatz.

Testgriffe dazwischen, dann wieder die Gegend betrachten, schön ist es und Teiche gibt es und grün und Felder und Wald, jede Menge Wald.

Auf 1200 abwinken und ziehen, wunderbar läßt sich das Lederhackey greifen, viel besser als die Plastikkringel, und in den Wind mit dem Ding, und dann zischt es und ruckelt ganz sanft und schleudert mich erstmal rum, verdreht ein bisschen, eine dreivierteldrehung, und das haut mir mein schönes Heading zusammen, aber was solls.

Ordentlicher Wind unterm schönen Schirm und das macht den guten ein bisschen bockig (und mich neuerdings nervös), aber in Bodennähe wird es besser, trotzdem verschätze ich mich leicht und lande nicht vor dem, sondern im Weizenfeld. Aber ganz sanft, auf Zehenspitzen, war überhaupt kein Problem.

Was für ein wunderbarer 50er!