Klatovy – Skyvan – Solo

Markus geht auf 6000m, und ich wollte ohnehin wieder mal ein Solo machen. Vielleicht macht mich das weniger nervös. Vielleicht muss ich ja nur wieder ganz relaxed…

Die Skyvan klappert, die Sauerstoffschläuche hängen bereitwillig von den Wänden, und ich bin heilfroh, dass ich früher schon aussteigen darf. Werfe mich auf die altgewohnte Art mit einem halben Salto aus der Maschine, bleibe kurz am Bauch liegen und schaue in die Gegend. Ein wunderschöner Sonnenuntergang, rücklings und vorwärts und überworfen betrachtet. Das ist schön. Und verfolgt, wie man denn den Badeteich anfahren kann, der da so herrlich in der Landschaft liegt.

Trotzdem denke ich mir, was wenn jetzt dies oder das oder jenes passiert. Und das mitten in der Luft. Naja.

Zeit zum Öffnen, der Wind hat nachgelassen, am Schirm hängt sichs ruhiger, und der Sonnenuntergang ist sooo schön… so schön, dass ich vergesse, zuerst einmal zum Platz zurückzufliegen, komme dann in eine Zone stärkerer Luftströmung, hänge etwas verzweifelt im Gegenwind, ohne Fahrt zu machen, unter mir Häuser. Also in den Crosswind gedreht und noch das Gestrüpp erreicht, da hilft nur ein kontrollierter Landefall.

Auf dem laaaangen Rückweg habe ich viel Zeit, zum ersten um darüber nachzudenken, dass das ziemlich dumm von mir war, zum zweiten, um dankbar dafür zu sein, dass ich nicht eins der knietiefen Löcher im Gemüse getroffen habe. Das hätte wehtun können.