Sillian – Skyvan/3825m – Solo
Öffnung: 1275 | Freifall: 51s
avg: 193km/h | max: 208km/h

Der Morgen erstrahlt in hellem Sonnenschein, und noch im Quartier hören wir die erste Load aufsteigen. Jetzt nichts wie auf zum Flugfeld. Wir kommen an, und im Laufschritt schaffe ich es gerade noch in Load Nummer 2.

Eine nicht ganz prallgefüllte Skyvan hat etwas gemütliches, man sitzt bequem und kann, ganz nach Lust und Laune, den einen oder anderen Blick aus dem Fenster werfen. Das ist nichts für schreckhafte Gemüter, bedrohlich nahe wirken die schroffen Abhänge und die Felszacken, die da draußen vorbeiziehen.

Dann liegt die Landschaft unter uns, und die ersten Exitvorbereitungen laufen. Oben geht wieder die große Gruppe zuerst, dann ein Zweier, dann einer, dann ich. Last Out: Und noch im Salto sehe ich, wie Dieter die Nase der Pink in einer weiten Steilkurve nach unten zieht. Ich lege mich auf den Rücken und beobachte, wie sie an den Bergen vorbei steil nach unten geht, was für ein Bild! Eine Kamera muss her und auf den Helm!

Dann dreh ich mich um und genieße die Landschaft, noch bin ich über den höchsten Bergspitzen, jetzt kommen sie gleichauf, in einer langsamen Drehung genieße ich den Ausblick und denke, was solls, Freefly üben kann ich auch in der Ebene. Gegen Schluß hin nochmal auf den Rücken legen und die Berge jetzt von unten sehen, und dann, recht hoch, heraus mit dem bremsenden Stoff, damit ich ein bisschen mehr Zeit habe, mit dem auf dieser Seehöhe doch recht schnellen Schirm klarzukommen.

Ich ziehe meine Kreise, spiele Adler und genieße die Schirmfahrt genau so sehr wie den freien Fall. Auch der Windsack versteckt sich heute nicht, und so gehe ich recht zuversichtlich in den Landeanflug über, verflare mich trotzdem und habe die zweite Hose voller Grasflecken.

Verdammt, so geht’s nicht weiter. Keine Lust, eine Viertelstunde lang die Leinen zu sortieren, die ich bei meinen Landerollen ineinander verwickle. Also, auf zum nächsten Versuch!