#82

Bad Vöslau – Skyvan/4550m – 2er mit Markus
Öffnung: 0825 | Freifall: 77s
avg: 185km/h | max: 204km/h

Das rosa Monster kommt nach Bad Vöslau, und da muss ich natürlich auch hin. Es ist ein wunderschöner Tag, geradezu unglaublich für Oktober, 20 Grad, die Nullgradgrenze liegt bei viertausend Meter, T-Shirt-Wetter eigentlich, aber natürlich muss meine neue Kombi unter die Leute. Unüberhörbar schwingt sich die Dicke aus dem Himmel, und das ist glaube ich das erste Mal, dass ich die Load Nummer eins schaffe und mit Begeisterung besteige. Voll ist es nicht, ein paar Tandems, ein paar Schurken und Markus und ich. Thomas fliegt selber heute, was zusammen mit den in dieser vielbeflogenen Luftregion erwartbaren zögerlichen Höhenfreigaben für interessante Gravitationserfahrungen sorgt.

Erst im Flieger beschließen Markus und ich, zusammen auszusteigen (naja, vielleicht hatte er es schon vorher beschlossen…), und weil die Schurken das so wollen, sind wir die ersten. So hoch wie selten leuchtet die Ampel, Tür auf und Ready-Set-Go!

Wir liegen fast sofort stabil, bleiben noch gelinkt, um die Geschwindigkeit zu testen, dann loslassen, und es funktioniert! – fast. In dem Moment, wo er zum Greifen nah vor mir schwebt, greife ich. Und bin schon wieder einen Meter höher. Das Spiel wiederholt sich mit Annäherungen aus allen Richtungen und einer Lektion in angewandter Physik, als ich nämlich plötzlich über ihm bin und in das entstehende Strömungsabriss-Luftloch falle.

Zwischendurch fällt mir auf, dass ich den Flugplatz nirgends sehe, und ich drehe eine Runde. Trotzdem funktioniert das mit der Höhe ziemlich gut, und Markus steuert mich an und dockt, ein Punkt! unglaublich erstaunlich immer wieder. Dann ist aber auch schon Zeit zum Separieren, Markus verabschiedet sich im eleganten headdown, ich schau noch kurz zu, bevor ich in die andere Richtung tracke.

Dann raus mit meinem jungen Freund! Und erstmal schauen, wohin. Dummerweise ist das, was ich für Hangar und Runway halte, eine Fabrik mit Zufahrstsstraße. Als mir das auffällt, bin ich schon unter 500m ohne Chance, den Fehler noch zu korrigieren. Also ziemlich weit weg gelandet, immerhin perfekt ausgelaufen ohne Wind, und ich bin wieder mal bei meinem (hm) Lieblingssport: Fallschirmweitwandern.