Bad Vslau – Skyvan/4150m – 5er-Trackdive (Versuch)
Öffnung: 0800 | Freifall: 69s
avg: 187km/h | max: 216km/h

Abend wird’s, aber einer geht sich noch aus. Der soll was Besonderes werden, ist schließlich Dianas 100er. Also planen wir einen Trackdive, der so aussehen soll, dass Markus rücklings aussteigt und wir alle fröhlich nachtracken. Ha! Das kann doch nicht so schwierig sein.
Denkste!

Ich höre Markus einzählen und werfe mich mit den anderen tollkühn in die Landschaft. Etwas zu tollkühn, denn als erstes überschlage ich mich kräftig. Als ich meinen Bauch finde, sehe ich Markus und Flo weit weg weit unten, drehe mich um und sehe Diana leicht über mir, nicht ganz so weit aber doch unerreichbar, Marion ist weit und breit nirgends. Was nun? Den Plan so gut’s jetzt noch geht ausführen und ab in den Track!

Die ganze Zeit sehe ich die beiden unter mir tanzen, und dann ist es Zeit, ein bisschen vom Weg abzuweichen und aufzumachen, vorher mache ich mich noch einmal flach und schaue in die Runde, Marion noch immer nirgends, alle anderen im Blickfeld in beruhigender Entfernung. Na gut, dann…

…kreise ich noch ein letztes Mal für heute unter dem orange-gelben, froh und zufrieden, so froh und zufrieden, dass mir erst spät auffällt, dass unter mir jemand in eine ganz andere Richtung landet als bisher, suche und finde den Windsack – tatsächlich! Da ist ein Lüftchen aufgekommen. Also umdisponieren, aber das gelingt mir nicht so toll, mir wird klar, dass ich auf die Betonstraße zusteuere, fürchte mich vor dem grauen harten und flare auch noch zu hoch, hänge auf zweieinhalb Metern in der Luft und strample mit den Beinen, überzeugt, dass ich mir jetzt gleich etliches brechen werde, behalte aber noch die Geistesgegenwart, die Steuerleinen nicht plötzlich loszulassen, und mein leuchtender Freund hat ein Einsehen und setzt mich nach zwei halbherzigen Schritten halbwegs sanft auf den Hintern.

Und falls das irgendjemand beobachtet hat, hat er dankenswerter Weise nichts gesagt.