Es ist etwas Trotziges daran, wie etwas in mir darauf besteht, ans Wasser zu fahren, solange es noch geht. Während die Stadt heiß ist wie eh und je, merkt man unten am Fluss, dass der Sommer nachlässt. Schwimmen und Schritte, das ist alles, was an diesen Halburlaubsnachmittagen zählt,  dazu ein bisschen lesen und kommunizieren. Man muss auch mal Routinen ändern, deshalb schwimme ich heute in die andere Richtung. Dort sitzen drei Enten auf drei Ufersteinen, als würden sie eine Sportveranstaltung verfolgen. Das Wasser kühl, die Bewegung leicht und frei. Es wird kühler ab halb sieben, um halb acht zieht man sich gerne wieder an.

Heute am Mosquito vorbeigegangen und viele Schritte und einen fast schon gewohnt schönen Sonnenuntergang später an der U-Bahn-Station auch.

Ein Abendbier am Vienna City Beach, dann noch bis zur Reichsbrücke zu Fuß. Es ist schon dunkel, und die Kids kudern in vielen Sprachen, während die Fischer still ihre LED-Angeln im Auge behalten. In der U-Bahn ist es viel zu hell nach der Ufer-Dunkelheit.