AutorAndrea

Die Spitze des Strickbergs. :)

Dafür, dass ich mich auf Anhieb an ein seit 14 Jahren ungebrauchtes Passwort erinnert habe, krieg ich doch sicher einen Pokal, oder?

95% aller Krimis würden viel glimpflicher ausgehen, wenn die Leut einfach einmal miteinander reden würden. #tatort

Die Sache mit Flickr

Jetzt wird also Flickr sein großzügiges Angebot von 1TB Gratis-Speicher beenden und in Zukunft nur mehr 1000 Fotos für Gratisaccounts erlauben. Das heißt, das ab Februar 2019 alte Fotos von Nutzern, die mehr als 1000 Fotos online haben, gelöscht werden.

Das Netz ist voller Leute, die diskutieren, ob sich die 50 Dollar jährlich für den Account auszahlen oder nicht, aber das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht der Punkt. Der Punkt ist, das tausende und abertausende teils historisch wertvolle Fotos dann nicht mehr da sein werden, weil sie nämlich gelöscht werden.

Jeder aktive Nutzer kann sich natürlich überlegen, ob er da mitmachen will bzw. kann – oder auch nicht. Was unwiderruflich und unbeeinspruchbar verloren geht, sind Bilder von nicht aktiven Accounts. Ich persönlich kenne zwei Leute, die – trotz aller Passworterinnerungen und Support-Kontaktversuche – einfach nicht mehr an ihren Account kommen. Beide haben weit mehr als 1000 Fotos in diesem Account, die auch fleißig verlinkt und geshared wurden, aber das ist jetzt vorbei, weil alle diese Fotos nächsten Februar gelöscht werden.

Ich weiß von einem Account, dessen Benutzer verstorben ist, dessen Fotos aber weiterleben und von einem spannenden Leben erzählen. In den Foren liest man von ähnlichen Fällen. Auch das ist ab Februar vorbei, weil viele dieser Fotos in drei Monaten gelöscht werden.

Viele akkurat kuratierte Flickr-Groups und -Galerien werden wertvolle Inhalte verlieren, was gerade in Nischenbereichen tatsächlich ein Verlust ist. Mit den Fotos werden Diskussionen und Informationen verschwinden, und zwar unwiderruflich, weil die Inhalte ohne weitere Formalitäten gelöscht werden.

Durch die umfangreichen Teilen-Funktionen, die für viele erst der Grund waren, sich Flickr anzuvertrauen, sind viele Fotos auf Webseiten, in Blogs und in Foren eingebunden – nur wird man dort bald nichts mehr sehen, wenn der jeweilige Benutzer sich die 50 Dollar jährlich nicht leisten will oder nicht kann, weil die Fotos einfach beinhart gelöscht werden.

No Mon, no Fun! – Oder: There’s no such thing as free lunch!

Wie wahr, wie wahr. Und ein ganzes TB Gratisspeicherplatz war von vornherein ausgesprochen suspekt. Aber es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, das offensichtliche Monetarisierungsproblem von Flickr näher am Benutzer und Archiv-freundlicher zu lösen. Wenn es um den Speicherplatz oder die Bandbreite geht – warum nicht alle Fotos aus Gratis-Accounts automatisch auf 1024 Pixel resizen? Externe Verlinkungen durch einen Platzhalter zu ersetzen, der einem aber noch die Möglichkeit gibt, zum Ursprungsfoto zurückzukommen? Warum nicht dem willigen Pro-User echte Incentives anbieten, etwa speichern von .raw files oder die Möglichkeit zum Verkauf von Prints direkt über Flickr? Warum nicht zum Anfangsmodell zurückkehren und die Such- und Verlinkungsmöglichkeiten für alle außer die letzten 200 Fotos beschränken?

Dass man stattdessen eines der wichtigsten Archive des Internets mit dem Bulldozer verstümmelt und vernichtet, ist einfach inakzeptabel. Damit wird auch die Community zerstört, denn es ist nicht schön anzuschauen, wenn Groups und Alben plötzlich die Hälfte ihrer Inhalte verlieren. Und auch als Pro-User würde ich mir ganz genau überlegen, ob ich auf einer Plattform bleiben will, die meine Fotos löscht, weil ich einen Verlängerungstermin übersehen oder die Kreditkarte gewechselt habe.

Und selber?

In meinem Flickr-Account sind ~4500 Fotos. Ich war lange Jahre pro-User (zuletzt nicht), aber selbst wenn ich stinkreich wäre, würde ich einer Firma, die im nachhinein die Vertragsbedingungen ändert und dabei in Kauf nimmt, dass historische Daten (und 14 Jahre sind in Internetzeit eine Ewigkeit) einfach unwiderruflich verloren gehen, keinen Cent bezahlen.

Der Schaden hält sich in Grenzen, denn natürlich habe ich alle meine Fotos auch auf meiner Festplatte und in mehreren Backups. Für die hier im Blog verlinkten gibt es Importtools, die ich dann wohl irgendwann in den nächsten zwei Monaten anwerfen werde.

Mein erster Impuls war, meinen Flickr-Account zu löschen, aber dann würde ich ja genau das machen, was mich an dem ganzen Problem stört. Ich werde mir also die Zeit nehmen und so lange unkommentierte Bilder löschen, die sich nicht in irgendwelchen Gruppen befinden, bis ich unter dem Limit bin. Und dann nie wieder auch nur ein einziges Pixel hochladen.

Kurzes Sonnenbad am offenen Fenster

(Ich muss der Selfie-Cam echt mal das Faltenglätten abgewöhnen)

Herbst in der Stadt

Im Park läuft ein Eichhörnchen neben einem Jogger her, er auf dem Kiesweg, das Eichhörnchen im Gras. Als er stehenbleibt, um sein Telefon aus der tasche zu nehmen, bleibt auch das Eichhörnchen stehen, schaut kurz in alle Richtungen, und klettert dann, wie schulterzuckend, auf den nächsten Baum.

In der U-Bahn menschliche Halloween-Überreste, mit ganzem oder teilweise übriggebliebenem Schauder-Makeup. Ich hätte ja auch mal wieder Lust auf einen voll-verkleideten Halb-Exzess, aber dann irgendwie auch wieder nicht.

Zu Hause läuft die Arbeit schleppend. Zu angenehm der 3Sat-Globetrotter-Thementag, zu bestimmend das Gefühl, dass ich ja eigentlich viel lieber ganz andere Dinge tuen würde. Azulejos fotografieren in Portugal zum Beispiel. Oder mal wieder ein richtiges Nanowrimo mitmachen. Oder vielleicht auch einmal eine Woche lang gar nichts, jedenfalls nichts, auf das jemand wartet. Denn auch das Strickzeug liegt schon wieder viel zu lang unbeachtet herum, und der Bücherstapel neben dem Bett sowie am Kindle könnte mich auch tagelang unterhalten.

Dann immerhin dieser Sonnenuntergang. Wie der wohl von oben aussieht?

Herbst.

Am 31. Oktober bei offenem Fenster mit T-Shirt dasitzen und ein bissl grantig sein, weil man keine Zeit hat, „raus in die Sonne“ zu gehen.

What did you just say!? #ink #scribbled

Leaving Lieboch

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Bald ist er fertig, der Pullunder

(aber ich hasse Fäden vernähen)

Wie Männer sich das Frauenleben vorstellen (Mitternachts-Edition)

Ach, hätte ich doch rechtzeitig Tabak eingekauft, oder vielleicht gar zum Rauchen aufgehört, dann… ja dann müsste ich nicht noch um Mitternacht runter zur Cigarette Machine from Hell. Ich muss aber. Mit in langen Jahren erarbeiteter Geduld versuche ich die launische Maschine dazu zu überreden, mein Geld zu schlucken, da nähern sich zwei Paar Schritte in der ansonsten stillen Gasse.

Er (leichter slawischer Akzent): Ich weiß gar nicht, was du immer Probleme hast mit deinem Chef, musst du nur die Bluse zwei Knöpfe aufmachen.

Sie (sehr wienerisch): Geh, heast!

Er: Na echt, zeig ich dir!

Sie: (spitzer Quietscher): Finger weg!

(Ich dreh mich um, um zu schauen ob ein Eingreifen nötig ist)

Er (empört): Was, glaubst du ich will dich anfassen? Bin ich dein Bruder! Ich zeige dir was du machst mit dein Chef! Machst du so!

(Er macht sein eigenes Hemd weiter auf und wackelt wenig sexy mit Hüfte und Brustkorb. Ungefähr da sind sie an mir vorbei.)

Sie (resigniert): Geh bitte, heast.

Er (leicht beleidigt): Wenn du nicht leicht haben willst, musst du schwer haben.

Vollmond-Malfieber

Heute noch das:

Swimming in Dreams

Das Thermometer zeigt 15 Grad. In der Stadt laufen Menschen mit Daunenjacken herum.

Space Turtle

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