AutorAndrea

„Die Erde hat Fieber!“

„Die Erde hat Fieber!“ rief heute ein Kind am Flussufer, nachdem es mit nackten Füßen in den heißen Sand getappt war. Ein durchaus gelungenes Bild für die Hitzewelle und vielleicht, wenn man es weiter denkt, auch für die gesellschaftlichen und politischen Vorgänge, die sich sogar im sogenannten Sommerloch immer mehr aufheizen. Ich meine – Sturmgewehre für die Polizei? 150 Euro als „Challenge“ anstatt als unpackbare Zumutung? Wenn man ernsthaft über all das nachdenkt, müsste man den ganzen Tag schreien. 

Für diesen August stecke ich meinen Kopf in den Sand. Nicht in den heißen, sondern in den sprichwörtlichen. Das hab ich mir vorgenommen, das muss drinnen sein. Ein Monat normales Sommerglück bitte, gerne mit Eierlikör und Schlagobers. (Sprichwörtlich! Buchstäblich mag ich weder noch.)

Mir geht es gut. In diesem Jahr habe ich länger gebraucht, bevor ich im Sommerwetter angekommen bin, aber jetzt geht es mir richtig gut. Die 31 Grad im Dachgeschoss sind ein zu Hause, die Vormittage arbeite ich gern und gut, die Nachmittage am Wasser sind Urlaub, wie er besser nicht sein könnte.

Sage ich mir. Natürlich wäre so ein Meer auch mal wieder nicht schlecht, aber dennoch gelingt mir eine Leichtigkeit des Seins, die hier eben mal quasi im Vorbeigehen ein neues Layout online schaltet, ohne große Tests, einfach weil mir danach zumute ist.

Es funktioniert also, das schamlos geklaute Sommermonat, es schenkt mir eine Leichtigkeit des Seins, zumindest oberflächlich. Und doch lauert da eine Hoffnungslosigkeit, ich ahne ihre Gegenwart, ohne sie zu spüren. Dass das alles nicht mehr abwendbar ist mit der Klimaveränderung. Dass es politisch eher noch schlimmer werden wird. Dass ich, ganz persönlich, ein Wunder brauche, um auf einen finanziell grünen Zweig zu kommen. 

Ich schlafe wenig, aber gut. Man braucht auch nicht viel zu schlafen, wenn man nachmittags eh hauptsächlich herumliegt. Stattdessen schlage ich mir die Nächte mit Büchern um die Ohren. Mit Netflix. Und mit Steam. Ich bestehe darauf, dass Schweres leicht bleibt, auch auf persönlicher Ebene. Hasch mich, ich bin die Realitätsflucht. Und für diesen August ist das gut. 

Heute festgestellt, dass ich mich an die Hitze gewöhnt habe und körperlich fit und zufrieden bin.
Morgen kommt sicher ein Schneesturm.

Augustsonntag

Nach bravem Arbeitssonntag trotz Nachmittagsregens doch wieder am Wasser. Wäre zu schade um den August. Wunderbarer Sonnenuntergang, Langwanderung bis zur Reichsbrücke, ein Gläschen Retsina. Zu Fuß noch bis zum Praterstern, und ja: Es gibt noch S-Bahnen, bei denen die Fenster aufgehen!

 

Lebenszeichen

Dass der Sommer alle guten Vorsätze zunichte macht, habe ich ja schon erwähnt. Aber ganz möchte ich die Gewohnheit des Tagebloggings dann doch nicht einschlafen lassen. Oder nein, das war gelegen. Traditionen und Gewohnheiten sind mir ziemlich egal im Moment, Aber Anfang der Woche bin ich über ein Tablet gestolpert, ein Note 10.1 der allerersten Generation, stinklangsam, es brauchte auch deutlich etwas technische Zuwendung, bevor alles wieder halbwegs so lief, wie es sollte. Aber jetzt, was soll ich sagen? Beste Mini-Investition des Sommers. Ehrlich, mit dem Stylus könnte ich auch stundenlang von nix erzählen ohne dass mir fad wird. Und falls nur doch einmal fad wird, mach ich einfach bei den Fotos weiter.

 

Moin!

Aha!?

Das ist keine Mondfinsternis.

…and the winner is…

Die unglaublichen Massen an Kommentaren haben die Auswahl natürlich schwer gemacht, aber nach reiflicher Überlegung erkläre ich hiermit Herrn Schlabonski zum Sieger. Meine Vermutung ist ja, dass der hintergründig um die Ecke gedachte Titel alle anderen Kommentarwilligen so eingeschüchtert hat, dass sie sich gar nicht mehr ran trauten…

„Früher mußten Sportwagen vor allem klein und leicht sein.“ Seine Kinder glaubten ihm kein Wort.

Jedenfalls: Weiter geht’s in Schlabonskis Welt!

Sunset im Bierglas

Frühstück ist fertig!

Oh, übrigens: Reisepässe sind nicht waschmaschinenfest. :-/

Momente, für dir ich dieses Internet immer noch liebe: #KunstGeschichtealsBrotbelag

 

Der Freitagstexter

Nachdem mein tatsächlich etwas vertrockneter Ohrwurm-Schmäh drüben bei boomerang auf Gefallen stieß, darf ich diesmal weitermachen. Juhu! Ich grüße meine Familie, meine Freunde und… oha, falsches Mikro! Anyway:

Der Freitagstexter ist eine in Internetjahren gerechnet bereits uralte Tradition. Die Regeln sind einfach: Es gibt ein Foto, zu dem euch, liebe LeserInnen, ein cooler Titel oder Kommentar einfallen sollte. Das gilt bis Dienstag, 24.7. um Mitternacht. Am Mittwoch wähle ich dann, ganz subjektiv und ohne Einspruchsrecht, den Siegerkommentar. Und der oder die glückliche Bloggerin darf dann nächste Woche weitermachen. (Angeben der Blogadresse nicht vergessen!)

Ausführlichere Regeln und einen kurzen historischen Abriss gibt’s beim Wortmischer in der Gedankenschmiede. Aktuelle Entwicklungen auf Twitter.

Aber genug der Worte, hier kommt das Foto! (mit freundlicher Genehmigung des abgebildeten Flyingsufi)

Ich freu mich auf eure Ideen!

Flugzeug!

So high war i schon lang nimmer. :)

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