AutorAndrea

Nick Cave & Marianne Faithful.

Marianne Faithfull – The Gypsy Faerie Queen feat. Nick Cave (Lyrics Video)

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Es ist ein Kreuz mit der Bloggerei

Eigentlich wollte ich ja für meinen gedeihenden Europa-Beitrag nur einen einzigen kleinen Link nachschlagen, der da als Randnotiz gut hineinpassen würde, aber der lässt sich nicht finden. Es ist eine alte und im Grunde gar nicht wichtige Geschichte, aber sie müsste da sein, und sie ist es nicht. Natürlich ist dieses Weblog nicht nur einmal zu viel umgezogen, natürlich habe ich auch zwischen den Umzügen immer wieder gestreamlined, natürlich könnte ich sie – aber ich glaube nicht – vielleicht auch in ein anderes Weblog hineingeschrieben haben. Es ist alles etwas unklar, klar ist nur, dass ich keine Ruhe haben werde, bevor ich diese Geschichte wiederfinde.

Sie war eine Reaktion auf ein neu gegründetes Blog, fällt mir ein, das hilft mir aber nicht, denn dieses damals neue Blog ist längst wieder spurenlos eingestellt. Sie ist natürlich auf jeden Fall in meinen Datenbank-Sicherungen, diese kleine, unwichtige, alte Geschichte, aber das hilft mir auch nicht wirklich weiter, denn die alten Datenbanksicherungen sind auf der externen Platte, deren Netzgerät kürzlich den Geist aufgegeben hat, und in den neuen Sicherungen seit dem letzten Umzug taucht die Geschichte nicht auf. Ich könnte sie in archive.org suchen, wenn ich auch nur die geringste Ahnung hätte, wann und auf welcher Domain ich sie veröffentlicht habe, aber diese Ahnung habe ich nicht. Ich könnte warten, bis ich die Zeit finde, die externe Platte aus dem Gehäuse herauszuschrauben und direkt anzuhängen, aber ich und Geduld, das ging noch nie zusammen. Aber könnte da nicht…? Irgendwo…?

In den Tiefen von D:\\Archiv finde ich schließlich das Verzeichnis, das aus meinem Hinterkopf heraufdämmert. Unter \please-sort-me\ lauern sieben Gigabyte unsortierten (hauptsächlich) Text-Zeux, das sich mit der Suche nach *.sql locker durchforsten lässt. A-Puh, da ist sie ja, die Geschichte. Jetzt auch wieder online.

Was mir da sonst noch alles begegnet, verschwendet deutlich mehr Zeit, als der Umbau der Backup-Platte gekostet hätte. Wertvolle Kommentar-Dialoge; Texte und Bilder, die mir später zu privat fürs Netz wurden; Links zu längst gelöschtem, das ich dunkel erinnere, und mir wird ganz netz-nostalgisch, während ich bald bis über die Schultern in Erinnerungen wate.

Und weil ich gerade dabei bin, kümmere ich mich auch noch um ein paar andere verlorene Text-Schäfchen, freue mich über mein damaliges So-Sein und So-Schreiben und stelle fest, dass eine neuerliche (in letzter Zeit angedachte) Reorganisation dieses meines Hauptblogs definitiv nicht in Frage kommt. Hier bin ich jetzt, hier bleibe ich. Bitte erinnert mich bei Bedarf daran.

(Dave Winer schreibt in letzter Zeit auch immer wieder über diese Kontinuitäten und Diskontinuitäten, die in der Natur des Internets liegen, und über die Notwendigkeit eines umfassenden Archivs, ein Thema, das mich nach 20 Jahren Online-Publishing zunehmend beschäftigt.)

Und angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit muss Europa jetzt leider bis morgen warten.

Sonntagabend

Je mehr mich die Tagespolitik im täglichen Leben beschäftigt, umso weniger habe ich Lust, sie online auch noch zu kommentieren. Daher auf Twitter Positivtwittern ausgerufen und prompt den zündenden Hashtag vergessen. Jo mei.

Trotzdem damit eine ganz spannende Aktion kennen gelernt: Salon Europa, bei der der hoch geschätzte @mikelbower als einer der ersten dabei ist. Ich überlege mir auch etwas dazu!

Bald. Aber erst mal diesen Abend hüten, den ersten seit langem, der mir ganz alleine gehört. Das Fenster offen, von oben ziehen minütlich die Airliner herein, als wäre der angekündigte Sturm persönlich hinter ihnen her. Sehr kalt ist es noch nicht, aber einer Decke über den Füßen vertrage ich schon ganz gut. Das Strickprojekt gedeiht.

Dazu Miss Fisher auf Netflix. Die Realität holt mich eh Spätestens bei „Im Zentrum“ ein.

Sommer-Ende

(Keine Sorge, ich werde im Herbst auch spazieren gehen.)

Die letzten zwei wirklich warmen Tage des Sommers, wie der Wetterbericht nicht müde wurde zu betonen, verbrachte ich in fensterlosen Hörsälen. Was jetzt keine Beschwerde ist, im Gegenteil, es war sehr spannend. Der Schritt in Sonne und Wärme am Abend war dennoch ein sommersinnliches Vergnügen, das ich mit zwei langen Spaziergängen am Donaukanal entlang feierte. Da war ich bei weitem nicht die einzige: RadfahrerInnen, SpaziergängerInnen, JoggerInnen und Sonnenbadende in teils erstaunlich ausgezogenem Zustand genossen ebenso wie ich die letzten Sonnenstrahlen. Gleichzeitig unvorstellbar und bedrohlich, dass der Winter jetzt schon wieder tief Luft holt. Als wäre der Sommer nicht lange genug gewesen, aber war jemals schon ein Sommer lang genug? Auch wenn er von April bis Mitte September dauert: Genug ist nicht genug. (Und natürlich spreche ich dabei nur von mir, dass Land und Landschaft ganz andere Bedürfnisse haben, ist klar.)

Die Graffiti fotografierte ich nur vereinzelt, zu beschäftigt war ich mit in-die-sonne-blinzeln. Ein paar feine Fänge waren trotzdem dabei.

Hätte sich nicht ein Stein in meinen Schuh verirrt, hätte ich diese winzigkleine Perle,  ganz unten, vielleicht gar nicht entdeckt.

Gegenüber vom Schwedenplatz, in der Bildhauer-Ecke, beeindruckte mich besonders diese widersprüchliche Skulptur.

Und dann, zum Sommer-Abschied, noch ein gespiegelter Sonnenuntergang.

Ich hoff ja auf einen sonnigen, warmen Oktober. Gab’s auch schon mal. Und das drumherum war auch nicht so viel anders.

Mal was simples stricken

Ich bin ganz vernarrt in Garne mit Seiden-Anteilen, in diesem Fall Noro Mirai.

Als Faymann zurückgetreten ist, war ich auf einer Messe in Frankfurt. Als Kern zurückgetreten ist, war ich auf einer Messe in München. Vielleicht sollt‘ ich nicht mehr auf Messen fahren, solang wir Rendi-Wagner haben.

Last day of summer?

Das Kurier-Hochhaus schaut gar nicht gut aus.

Wieder einmal Uni-Atmosphäre schnuppern

Hmmm… 😱

Messe-Abend

RT @Groebchen: Harald @vilimsky gerade in der „ZiB“: „Victor Orbán ist ein Held!“ Daneben ein einsam klatschender Parteifreund & Politwappler. Irgendwie bezeichnend. #EU #Politik #Österreich

Die verdrehte Welt des Herrn Vilimsky. Wenn sich die Argumentation so absurd weiterdreht, brauch ich gleich ein Speibsackerl. #zib2

Karotten-Apfel-Sellerie-Saft. Wenn ich vor 7 aufstehe, kaufe ich seltsame Dinge ein.

Alltagsbloggen

Falls sich jemand über den Kuschelkurs hier wundert: nachdem man momentan fast überall und fast mit jedem über Politik diskutieren muss, habe ich beschlossen, hier im Blog derweil einen Gegenkurs zu fahren. Durchgeschaltene Twitter-Meldungen ausgenommen, gibt es hier derzeit nur alltägliche Geschichten aus dieser wunderbaren Stadt, die ich mir von den Blaumiesen ganz bestimmt nicht schlecht reden lassen werde.

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