Bachmannpreis 2002, Tag 2


Lesen für Frühaufsteher. *gähn*.

Peter Glaser: Geschichte von Nichts

Ich kann ihm anfangs nicht ganz folgen. Das liegt vermutlich nicht am Text, sondern an meinem anhaltenden Halbschlaf. Was ich dann doch höre, gefällt mir sehr. Ein guter Tageseinstieg, wunderbar bunt und schwadronierend. Vgl.a. hier.

Zwischenruf

Was schließen wir eigentlich daraus, dass bei bislang 7 Texten nur ein einziger dabei war, in dem weder eine Geburt noch ein Tod vorkommt (Auszeit, Tag1)?

Christoph W. Bauer Text aus: Auf. Stummen

Sprachlich unglaublich dicht. Mit dem Inhalt kann ich weniger anfangen, aber ich würde mir alles anhören, was so geschrieben ist. In dem Fall ist anhören besser als lesen.

Daniel Zahno: Deauville

Der langweiligste Text, den ich je gehört habe. Noch verschlimmert durch den geradezu sakral getragenen Vortrag. Nicht zu vergessen die miserable Metaphorik. Puh, endlich aus.

Roger Monnerat: Himmel & Hölle

Wird vermutlich ein sehr lesbarer Roman draus. Im Bachmann-Kontext wirkt der Text allerdings etwas verloren. (Was ich, im Gegensatz zu Teilen der Jury, nicht von jedem Romanauszug behaupte.)

Norbert Zähringer: Auszug aus einer längeren Erzählung

Ein schöner Text, dicht und doch schwebend. Aber wer Wortgräben aufreißt und Zeitsteinbrüche sprengt, der sollte das auch durchhalten, denke ich. Nicht von der Bruchstelle wegschreiben, als wäre nichts geschehen.

Annete Pehnt: Insel Vierunddreißig

 

Zu müde jetzt, um mir das auch noch reinzuziehen.

 

Schön! Der erste Text heuer, der mir zu kurz erscheint. Das Ende etwas unvermittelt… Aber sie stünde bei mir auf dem Stockerl. Vgl.a. hier.


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