Natürlich habe ich brav die Preisverleihung angesehen und abgenickt, aber aufregend fand ich es diesmal nicht. Mir ging es da ein bisschen wie der Frau Kaltmamsell. Um ehrlich zu sein, habe ich nicht einmal für den Publikumspreis abgestimmt – ich konnte mich einfach nicht rechtzeitig entscheiden.

Es waren sehr gute Texte diesmal, das Niveau hoch, und ich hätte den meisten Teilnehmern einen Preis gegönnt. Andererseits gab es keinen Text, in den ich mich Hals über Kopf verliebt hätte – vielleicht besser so, die Lieblingstexte hat mir die Jury ohnehin immer gern kaputt geredet in den Vorjahren. Der Bachmannpreis selbst ging an Olga Martynova, das ist sehr in Ordnung. Inhaltlich vor allem für den fulminanten Schluss, ansonsten aber sowieso auch. Hier findet man fast alle Preisträger – nur der Preis der automatischen Literaturkritik der Riesenmaschine ist seltsamerweise auch heuer noch nicht beim ORF angekommen.

So, und jetzt: Weiterlesen, weiterschreiben – bis zum nächsten Jahr!