Gestern endlich richtig Zeit für diese große Stadt. Wir beginnen unseren Rundgang am Alexanderplatz, sehr touristisch aber durchaus nett, lassen uns von den wie immer ausnehmend freundlichen Einheimischen en Weg zum Brandenburger Tor erklären, die Karl-Liebknecht-Straße entlang, ein Prachtpalast neben dem anderen, zuviel zu sehen um auch noch viel zu fotografieren, zu wenig Zeit, um sich mit Bedeutung und Zusammenhängen zu beschäftigen, wie wir es sonst getan hätten.

Am anderen Ende das Brandenburger Tor – zum Entsetzen des Sufi mit Baustelle davor und in Abbau befindlicher Bühne dahinter. Das eine oder andere Foto gelingt doch. Dann rechts abgebogen zum Reichstag, vier Fahnen, gegenüber auch alles neu Glas und Beton, dazwischen Wasser. Überhaupt alles voll Wasser hier, die Spree, Kanäle, kleine Seen, überall Ausflugsboote mit Kaffee und Sekt trinkenden, na, Touristen wahrscheinlich. Dann im ARD-Cafe einen Kaffee (ohne Kaffee gehe ich keinen Schritt weiter, habe ich gesagt, und der Sufi hat sich zähneknirschend gefügt) und dann noch zentral einkaufen, geht ja auch samstags bis 8 hier wie gesagt.

Schließlich hinein in das von außen nomadenzeltartige Sonycenter, von innen nur noch Licht und Wasser und unendlich gespiegeltes Spiegelbild seiner eigenen glanzvollen Identität. Nochmal in dieses Cafe gesetzt und dem Treiben zugesehen, und dann ist es Zeit.

Zeit nämlich für ein Treffen mit Jörg, Gabi und dem siegreichen Hund. Es fand – wie könnte es anders sein – im in Bloggerkreisen bereits legendären Sandmann statt und war ganz ausgesprochen nett. (Die ansehnlichen Beweisfotos sind allerdings mit dem Sufi und seiner Kamera nach Wien gefahren und werden daher nachgeliefert).