Sonntags im Essl-Museum gewesen, Immendorff Retrospektive; von Malerei verstehe ich ja nicht viel, folgte aber brav dem Sufi in die imposanten Hallen und war dann recht beeindruckt, weniger allerdings von den vornan gestellten berühmten Tableaus, die “Zettelbilder” hingegen hatten schon was Faszinierendes;  besonders lange starrte ich in die fein gewobenen Hintergründe hinter den Vordergründen; der Sufi selbst übrigens versuchte vor allem, die Skizzen zu verinnerlichen, “Die fertigen Bilder”, sagte er, “wirst du immer wieder irgendwo sehen, die Skizzen dagegen, die verschwinden in den Archiven.” Außerdem erläuterte er, dass das “Werden” in der bildenden Kunst das eigentlich Spannende sei. Ich dagegen war durchaus zufrieden mit dem Seienden, besonders als ich um eine Ecke der labyrinthartig angelegten Ausstellung plötzlich dem Bild aus dem letzten Absatz des Zeit-Artikels begegnete. Dort hätte ich stehen bleiben mögen, stundenlang oder mehr.

Aber das tut man ja dann doch nicht, wir gönnten uns nach dem ausführlich sinnenden Rundgang noch einen Blick auf die “Essl award exhibition 2007”, in der von “genial!” bis “häh?” alles vertreten war.