Budapest ist… schwer zu beschreiben. Aber Budapest ist, soviel steht fest. Ich folge dem Sufi von Bord, wir schnappen unser Gepäck und spazieren Richtung Hotel,  und fast sofort habe ich das Gefühl, durch eine seltsame magische Tür in eine Parallelwelt getreten zu sein. Man kennt – als Wiener – die Architektur, die Geschäfte, den Aufbau. Und ist doch mitten in einer völlig fremden Sprache, in einer ganz anderen Welt.

Das ist ja für mich immer so ein Kernpunkt, das mit der Sprache. Fast überall, wo man hinkommt, kennt man doch die magischen 15 Worte, und falls man sie nicht kennt, dann kann man sie ableiten und lernt sie schnell. Selbst in dem mir in den letzten Jahren lieb gewordenen Nordafrika, wo das Arabische ja auch sehr fremd ist, ist die Welt nicht so unverständlich, weil die Schilder meist auch in französisch angeschrieben sind. In Ungarn dagegen steht man da und versteht erstmal gar nichts.

Nicht, dass das ein Problem wäre. Fragt man jemanden, ob er vielleicht deutsch oder englisch spricht, kommt die Antwort “ein kleines bisschen” oder “a little bit”, und die Leute unterhalten sich, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht. Mind you, ich hatte den Eindruck, dass der durchschnittliche Budapester deutlich besser deutsch spricht als das durchschnittliche Wiener Hausmeisterehepaar. Trotzdem, man fühlt sich etwas verloren. Ein Haus, das spannend aussieht, aber offenbar nicht wichtig genug für den Reiseführer ist? Eine drei Tafeln lange Beschreibung in ungarischer Sprache, und solange man auch davor steht und versucht, irgendetwas zu entziffern: man versteht kein einziges Wort.