Im morgenüberfüllten Bus der Verkehrsbetriebe eine Gruppe italienischer Jugendlicher, die mit ihren Gepäckstücken jeweils gleich zwei Sitze belegen. Schön sind die Mädels, cool die Jungs. Böse Blicke der Umstehenden, aber keiner sagt was. Was auch, wo sollen sie denn hin?

Italienisches Geplauder, von dem ich natürlich kaum etwas verstehe, aufgeregt zeigen sie einander alles, was draußen vorbeizieht, lesen sämtliche Schilder und Geschäftsnamen laut und mit grinsen machendem Akzent vor.

Seufz. So jung sein, alles zum ersten Mal sehen, diese selbstverständliche Ausstrahlung von “mir gehört das Leben, die Welt wartet auf mich” im Umkreis von zehn Quadratmetern verbreiten…