Letzte Nacht auf ZDF die Interviews von der Leipziger Buchmesse gesehen. Sehr trist. Den übereifrigen FragenstellerInnen gelingt es keine Sekunde lang, Interesse für Autor oder Buch zu wecken. Das liegt an den platten Fragen, die als kontrovers ausgeben wollen, was längst zu Ende diskutiert ist, und an der Art, wie die Antworten gestreamlined werden, da darf nichts übrig bleiben, was eckt oder splittert. Getrennt von gepfiffenem Beethoven, ergeben sich die Schreiberlinge dem Schicksal des Befragtwerdens, ein bisschen peinlich ist es dem einen oder der anderen, aber was solls, das ist eben das Business. Zehn Minuten, Pfiff, der nächste.