KategorieChronik

Augustsonntag

Nach bravem Arbeitssonntag trotz Nachmittagsregens doch wieder am Wasser. Wäre zu schade um den August. Wunderbarer Sonnenuntergang, Langwanderung bis zur Reichsbrücke, ein Gläschen Retsina. Zu Fuß noch bis zum Praterstern, und ja: Es gibt noch S-Bahnen, bei denen die Fenster aufgehen!

 

Lebenszeichen

Dass der Sommer alle guten Vorsätze zunichte macht, habe ich ja schon erwähnt. Aber ganz möchte ich die Gewohnheit des Tagebloggings dann doch nicht einschlafen lassen. Oder nein, das war gelegen. Traditionen und Gewohnheiten sind mir ziemlich egal im Moment, Aber Anfang der Woche bin ich über ein Tablet gestolpert, ein Note 10.1 der allerersten Generation, stinklangsam, es brauchte auch deutlich etwas technische Zuwendung, bevor alles wieder halbwegs so lief, wie es sollte. Aber jetzt, was soll ich sagen? Beste Mini-Investition des Sommers. Ehrlich, mit dem Stylus könnte ich auch stundenlang von nix erzählen ohne dass mir fad wird. Und falls nur doch einmal fad wird, mach ich einfach bei den Fotos weiter.

 

Das ist keine Mondfinsternis.

Oh, übrigens: Reisepässe sind nicht waschmaschinenfest. :-/

Summertime…

Wolken. Wirren.

Wie man sich denn mit der Fussball-WM beschäftigen könne, fragen manche, wie mit dem Bachmann-Preis, fragen andere, wo doch gerade so viel schief geht in der Welt. Menschen ertrinken im Mittelmeer, und die europäische Politik nimmt das nicht nur hin, sie fördert es geradezu. Der Klimawandel hat die Weltpolitik längst rechts überholt, ihm ist das egal, wer an ihn glaubt. Dazu eine Prise 12-Stunden-Tag und und ein Löfferl ferner-und-doch-viel zu naher Tod. Und eigentlich, eigentlich sollte ich das alles links liegen lassen, denn die Arbeit nimmt sich wieder einmal wichtiger als ihr zusteht.

Aber, es ist. Das Leben ist, das Sterben ist. Gefühle warten nicht auf den Tag, an dem du Zeit hast, die guten nicht und die schlechten erst recht nicht. Der Sommer wartet nicht, die Sonne wartet nicht. Jahrestage warten nicht, und die ToDo-List… na gut, die wartet. Aber halt nicht das Müssen, das dahinter steht.

Ich hab kein Rezept, wie wir aus der politischen, gesellschaftlichen Scheiße rauskommen, in der wir gerade einmal stecken. Aber ich bin ziemlich sicher, dass es keine Lösung ist, sich das letzte bisschen Vergnügen auch noch zu versagen, sei es nun literarisch oder fussballerisch.

Sunsetterl

Hallo Wochenende!

@marcoschreuder: Das nächste Möbelstück von Ikea heißt „Penalty stölen“. #GERSWE

Na dann schaun wir mal. ⚽️⚽️⚽️

Hui!

Keineswegs hitzefrei (Journal #77)

In meinem Kopf spielt „Don’t cry for me Argentina“, und dafür gibt es nun wirklich gar keinen Grund. Während harmlose Blogger darüber grübeln, ob sie auch wirklich alle Datenschutz-Anforderungen erfüllt haben, schlampt Facebook munter weiter. Während ich nach einem Gegen-Ohrwurm suche, stelle ich fest, dass mir die Youtube-2-Click-Lösung ältere Videos zerschossen hat, also alle die, die noch als iFrame eingebunden waren. Darum kann ich mich jetzt wirklich nicht kümmern, die Arbeit ruft nicht, sie schreit schon. Die Gelsenstiche aus dem Wald verblassen, die samstäglichen Schlepp-Muskeln katern auch nicht mehr. Ich sitze im verdunkelten Elfenbeintürmchen und bin froh, dass ich nicht in die Stadt muss. Präsidentenbesuche sollte man großräumig meiden. Immer.

Ein Abendrötchen.

Sonntag (Journal #76)

Die Wassermelone habe ich mir redlich verdient, denn ich habe sie in den vierten Stock getragen. Es ist ein stiller Sommersonntag, der sich selbst nur durch ein leises Lachen aus Kaffeehausgärten erzählt. Morgens dachte ich noch, den Tag still hinter dem Computer zu verbringen, doch am frühen Nachmittag schickt mich die Sommerunruhe hinaus. Ich mache meine Schritte muskelkatrig langsam, aber ich mache sie froh. Es ist schwül, aber nicht mehr so heiß wie zuletzt. Man könnte kalt duschen, aber man muss es nicht mehr. Ich mag meine schlamperte Hochsteckfrisur, doch vor den nächsten Geschäftsterminen ist definitiv ein Friseurbesuch nötig. Für heute im Kühlschrank Schafskäse und Oliven, dazu ein Stück Fladenbrot. Schlimmstenfalls lauert in der Gemüselade noch ein Bier.

Nachlässigkeiten (Journal #75)

Kaum bricht der Sommer aus, sind alle guten Blog-Vorsätze vergessen. Sommerliche Spaziergänge bleiben ein Genuss ohne digitale Zeugen, gestrichene Zäune und gekostete Köstlichkeiten finden den Weg nicht aus der wirklichen in die archivierte Welt, ja sogar vom Kurzabstecher nach Polen hat dieses Blog bislang noch nichts mitbekommen. Auch unerwartete Gespräche mit paradox-politischen Berliner Ladenbauern blieben un-analysiert, und die Erdbeeren. Oh! Die Erdbeeren. Entschuldigt mich, ich muss mir schnell ein Mittags-Müsli machen.

© 2018 sturmpost

Theme von Anders Norén↑ ↑