Archiv der Kategorie: Schreiben

Voller Mond im Erdschatten


Eine Mondfinsternis ist, wenn der Schatten der Erde auf den Mond fällt. Und nicht, wie der junge Mann im Bus seiner Freundin zu erklären versuchte: “Bei einer Mondfinsternis schiebt sich […]

Hintertür


Man sollte Städte immer wieder einmal durch die Hintertür betreten. Nachts. Diese leeren Fabrikshöfe im zögerlichen Neonlicht. Die Lastwagenzüge, abgestellt um be- oder entladen zu werden. Bahnanlagen, Bahnhöfe, dunkel, verlassen. […]

Ein Traum


Es beginnt alles damit, dass ich mit dem Fallschirm auf den Berg fliege. (Hinauf, wohlgemerkt!). Oben angekommen, finde ich mitten in der Einöde ein Riesenhotel vor, in der ich mitsamt […]

Somewhere


In einer kalten Nacht steigst du aus einem Zug. Der Wind zerrt an deinem Haar. Alle Häuser sind dunkel, kein Mensch ist auf der Straße. Im Mondlicht ahnst du Hügel, […]

Am Weiher 14


I was in the middle of a protester’s gathering. Some protesters were naked, which somehow meant that their protest was more serious. I decided to take off my clothes although […]

Frieden, bebiert:


Silbergrün flirren die Blätter Frühling Goldgelb bollwerkt ein Feuer gegen den Abendwind Dröhnend düstere Metal-Bässe gegen die Idylle Letzte Reste von Realität werden ins Abseits gegeigt Hennarote Haare fügen sich […]

zarthautmensch


wenn ich dich zufällig anschau aus meiner ganz persönlichen wolke heraus krault mich vom bauch her eine sanfte tierhand und ganz schön stark muss ich sein um meine finger davon […]

Hellas


Meine besten Gedichte und eine leider eher mittelmäßige Kurzgeschichte aus den 80er-Jahren. Mit Illustrationen von Werner Mohr. Ich dachte schon zwei Mal, das Ding wäre ausverkauft, aber jedesmal wieder taucht […]

Hellas


Zauberwort Hellas geflüstert nur: Erhitzte Luft fließt träge um blendend weiße Mauern Geheimnisvoll gluckernd schlagen Wellen an Klippen und Strände Zikadengesang ein Eselsschrei es ist Mittag Das Klappern der Würfel […]

Abend, schon wieder? – (1990/1991)


Nervöse Finger streicheln Katze, während Auge, nimmermüde, im Alltagsblätterwald das Hirn gebildet zu erhalten sich bemüht. Am Bildschirm ein paar Meter weiter wird das alltägliche Kriegsmenü serviert. Ich schau nicht […]