nothing ever happens, nothing happens at all

the needle returns to the start of the song

and we all sing along like before

Eigen. Dass mir ausgerechnet heute dieser Song vor Augen kommt. Ob es doch so etwas wie eine kollektive Weltstimmung gibt?

Alles, was es zu tun gibt, fühlt sich so gewöhnlich, so alltäglich an. Alles, was ich sollte, will ich nicht. Ich möchte etwas bleibend Böses machen. Aber dazu sind meine Moralbegriffe viel zu mittelmäßig.

Was früher einmal verwegen gewesen wäre, ist heute bestenfalls lächerlich. Mit wehendem Haar auf der Harley durch New Mexico? Wilder Sex im Stadtpark mit einem völlig Fremden? Nächtelang Pläne schmieden, wie man unliebsame Politiker endgültig loswird? Nachts mit einem besoffenen Fahrer & 130km/h eine kurvige Küstenstrasse entlangfahren?

Been there, done that. Naja, nicht alles, aber doch fast.

But that was just a dream

That was just a dream

Ein Traum mit offenen Augen.

I have seen too much

I haven’t seen enough

Und die Moral von der Geschicht?

All the truth in the world adds up to one big lie.

Dazu ein Tagebucheintrag von 1983:

Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass das Leben keinen Sinn hat. Wunderbar. Dann brauche ich ihn nicht mehr zu suchen und kann mich beruhigt amüsieren.