Ich halte deutsche Filme einfach überhaupt nicht aus, auch dann nicht, wenn sie interessant sind.

Noch bedenklicher finde ich, dass ich mich angesichts des zum geplanten Frühjahrsputz laufenden Nachmittagsserienprogramms dabei ertappt habe, mich zu fragen, ob ich nicht vielleicht doch den Antrag des seltsamen Amis hätte annehmen sollen, damals in Griechenland: Der mir ein Haus irgendwo in den Suburbs von Cleveland versprochen hat & mich immer auf Händen zu tragen.

Dagegen hilft, das Putztuch fix fallen zu lassen und einen schnellen Spaziergang zu machen, durch die Stadt, die ihr eigenes Frühlingserwachen noch nicht so recht glauben kann. Irgendwie sind über den Winter eine Menge kleine Geschäfte gewachsen, die vorher nicht da waren. Und ein Cafe, genau an der Ecke, an der ich in einer Geschichte schon eins hingesetzt hatte, obwohl dort vorher noch nie eines war.

Viele Fotos, aber wenig Brauchbares dabei; ich brauche eine bessere Kamera (sagte ich das bereits?) – pfeif auf die Megapixel, die Belichtung muss stimmen. Tja.

Jemand stimmt eine Gitarre in einem griechischen Kellerladen, und obwohl ich nichts brauche, gehe ich hinein; Tzatziki und Skordalia und Weißbrot und Oliven und eine Flasche Retsina. Nur so.

Dann heim und mit dem Abendessen warten, bis der Retsina kühl ist. Und den Fernseher abdrehen, Musik stattdessen. Nur so.