Die glückliche Chronistin fließt mit der Hitze durch die Stadt. Es dauert ein bisschen, einen halben, einen dreiviertel Kilometer vielleicht, bis die Hitze im Bewegungszentrum ankommt und die Schritte hochsommergerecht dämpft. Dann ist alles leicht, das Gehen, das Denken, das Erledigen. Obwohl es noch nicht das absolut ideale Wetter ist, dazu ist die Luft ein wenig zu feucht, zuviel geregneter Regen muss noch verdampfen und Platz machen für die trockene Hitze, die einem das Gefühl gibt, man würde gar nicht schwitzen dabei, weil der Schweiß in der Hitze sofort verdampft.

Ein kleiner Umweg durch den Park, eine Horde Multikulti-Kids am Trinkwasserbrunnen, kichern über die alte Tante die sich beim Hände- und Gesichtwaschen nicht darum bekümmert, Wasser auf Hose und Schuhe zu bekommen. Die alte Tante kichert freundlich zurück.

Es ist viel zu schön, um geradewegs nach Hause zu gehen. Ein Stück weiter noch ein Park, ein historischer gar, ich hatte ganz vergessen wie wunderbar Föhren riechen können, wenn eine heiße Sonne darauf scheint. Hier ließe sich gut der eine oder andere Nachmittag verbringen, vielleicht sogar der heutige – aber, Kulturlosigkeit sonder gleichen, kein Buch im Rucksack! Noch nicht mal eine Zeitung. Das ist mir auch schon lange nicht mehr passiert.

Also doch nach Hause, recht motiviert und arbeitsam. Ich wünschte, wir wären immer so, das Wetter und ich.